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Grüne Woche

Einstieg in den Ausstieg aus dem Kückentöten

pd
am
23.01.2017

Berlin - Männlich oder weiblich? Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) stellt auf der Grünen Woche eine Methode vor, mit der sich das Geschlecht des Kükens bereits im Ei erkennen lässt.

Sonderschau BMEL 2017

Warum es interessant ist zu wissen, ob sich ein männliches oder ein weibliches Küken in einem befruchteten Ei entwickelt? Ganz einfach. In der Eierproduktion wird vorwiegend weiblicher Nachwuchs benötigt, der zu Legehennen heranwächst. Die männlichen Eintagsküken werden aussortiert und getötet. Doch das Ausschlüpfen und anschließende Töten von Küken könnte von vornherein verhindert werden, wenn das Geschlecht der Embryos bereits im Ei, also „in ovo“, bestimmt werden könnte. Erste Verfahren hierzu gibt es bereits. Zum Beispiel die Raman-Spektroskopie. Dabei kann das Geschlecht der Tiere im bebrüteten Ei mit Hilfe von Lichtstrahlen bereits nach drei Tagen ermittelt werden, ohne den heranwachsenden Embryo zu schädigen. Nur 15 bis 20 Sekunden dauert es, schon ist die Frage „männlich oder weiblich?“ geklärt. Wie das genau funktioniert, wird auf der Sonderschau des Bundeslandwirtschaftsministeriums in einem überdimensionalen begehbaren Nachbau eines Hühnereis erklärt.

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