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Rinderzahl

EU: Rückläufiger Rinderbestand im Jahr 2018 verzeichnet

Rind auf Weide
aiz
am
25.03.2019

Mit 87,5 Mio. Tieren wurde ein Minus von 1,5% verzeichnet.

Brüssel. - Der Rinderbestand in der EU verringerte sich Ende 2018 gegenüber dem Vorjahr moderat. Im europäischen Ranking führt Frankreich weiterhin die Liste der Produktionsländer an, rund ein Fünftel aller Rinder in der EU wird hier gehalten. Auf Platz 2 folgt Deutschland mit einem Anteil von 14% an der europäischen Gesamtzahl. Die Milchkuhherden wurden 2018 in einer ähnlichen Größenordnung verringert, wobei es allerdings große Unterschiede zwischen den Ländern gibt, berichtet die Agrarmarkt Informations-Gesel lschaft (AMI) in Bonn. In Österreich wurden zum Stichtag 1. Dezember 2018 rund 1,91 Mio. Rinder gehalten, das entspricht einem Rückgang um 1,6%.

Deutschland lag beim Rinderbestand mit einem Minus von 2,3% in etwa im EU-Schnitt. Spürbare Abstockungen gab es in Italien, den baltischen Staaten, in Schweden und besonders deutlich in den Niederlanden. Seit 2018 sehen sich Milcherzeuger in den Niederlanden mit einer Phosphatquote konfrontiert. Die Beschränkung der Phosphatmenge wirkt ähnlich produktionsbegrenzend wie die frühere Milchquote. Etwa 4.000 bis 5.000 Euro pro Kuh sind diese Phosphatrechte wert. Die Milchviehhaltung in Irland und in Polen wird laut AMI fortgesetzt ausgedehnt. Hier kurbeln auch spezielle Förderprogramme den Ausbau der Rinderhaltung an.

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