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Recht

Ferkelkastration - Bündnis für den vierten Weg

Ferkel auf Stroh
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
20.04.2018

Vertreter der Wissenschaft, Wirtschaft, berufsständigen Organisationen und Behörden haben ein gemeinsames Positionspapier zur „Lokalanästhesie zur wirksamen lokalen Schmerzausschaltung bei der Ferkelkastration“ auf den Weg gebracht.

In einem Austausch wurde eine gemeinsame Position zusammengetragen, die auch eine Indikationserweiterung von Procain - für die Lokalanästhesie - fordert.

Von vielen Seiten wird erwartet, dass es mit dem Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration ab 1. Januar 2019 zu einer massiven Strukturveränderung bei den Tierhaltungsbetrieben kommen wird, weil die bisher zugelassenen Verfahren teuer und wenig praxisgerecht sind. Das hätte deutliche Auswirkungen auf den gesamten Markt, da sich die Bezugsquellen für Industrie und Handel ändern würden. Insbesondere ist zu fürchten, dass kleinere Sauenhalter ihren Betrieb aufgeben, wenn die Schmerzausschaltung mit einer Medikamentengabe durch den Landwirt nicht ermöglicht wird.

Das Bündnis fordert deshalb. dass schnellstmöglich, spätestens bis Ende 2018, eine Indikationserweiterung von Procain, für die Lokalanästhesie erreicht wird. Denn dann könnte der Tierhalter selbst das Tier angemessen behandeln. Die Unterzeichner stellen fest, dass nach derzeitigem Kenntnisstand die lokale Betäubung eine wirksame Schmerzausschaltung gewährleisten sollte.  

Ziel ist es, bis Ende 2018 eine umsetzbare Lösung für das Verfahren der Lokalanästhesie zu realisieren. Sollte dies nicht gelingen, betonen die Verfasser des Positionspapiers, müssen rechtzeitig Schritte für Übergangslösungen eingeleitet werden. 

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