Login
Rinderrassen

Fleckvieh ist dominierende Rinderrasse in Bayern

Fleckvieh
Thumbnail
Ulrich Graf, Wochenblatt
am
23.07.2018

Mit einem Anteil von 76,5 Prozent am Gesamtbestand ist die Doppelnutzungsrasse (Milch- und Fleischproduktion) Fleckvieh in Bayern die dominierende Rinderrasse.

Zum Stichtag 3. Mai 2018 hat das Bayerische Landesamt für Statistik nach Auswertung
des Verwaltungsverfahrens „Herkunftssicherungs- und Informationssystem Tier
(HIT)“ einen Bestand von 3.094.706 Rindern in 44.962 Haltungen (ein Betrieb kann
mehrere Haltungen/Stallungen aufweisen) ermittelt.

In den beiden Regierungsbezirken Oberbayern (916.482 Rinder) und Schwaben
(658.267 Rinder) sind zusammen knapp über die Hälfte des bayerischen Rinderbestandes
zu finden.

Mit einem Anteil von 76,5 Prozent am Gesamtrinderbestand ist
die Doppelnutzungsrasse (Milch- und Fleischproduktion) Fleckvieh in Bayern die dominierende
Rinderrasse. Bis auf die Bezirke Unterfranken und Schwaben liegt der
Anteil dieser Rasse in allen Bezirken über dem Durchschnitt. Spitzenreiter sind die
Bezirke Oberpfalz mit einem Anteil von 91,2 Prozent (388 609 Fleckvieh-Rinder) und
Niederbayern mit einem Anteil von 89,4 Prozent (409 041 Fleckvieh-Rinder). In
Schwaben liegt der Anteil des Fleckviehs am Gesamtbestand bei 42,4 Prozent
(279 197 Fleckvieh-Rinder), hier haben die Doppelnutzungsrassen Braunvieh mit
29,7 Prozent (195 802 Braunvieh-Rinder) und die Milchrasse Holstein-Schwarzbunt
mit 12,4 Prozent (81 519 Holstein-Schwarzbunt-Rinder) einen überdurchschnittlichen
Anteil an den Rinderbeständen.

Auf Kreisebene werden mit 134.873 Tieren die meisten Rinder im Landkreis Unterallgäu
gehalten, gefolgt vom Landkreis Rosenheim mit 133.459 Tieren und dem Landkreis
Ostallgäu mit 131.679 Tieren. Im Landkreis Rosenheim dominiert mit einem
Anteil von 90,0 Prozent (120 104 Rinder) die Doppelnutzungsrasse Fleckvieh. In den
beiden Landkreisen in Schwaben zeigt sich bei der Verteilung der Rinderrassen ein
homogeneres Bild: Im Landkreis Unterallgäu ist der Anteil des Braunviehs am Gesamtrinderbestand mit 32,0 Prozent (43 105 Rinder) am höchsten, gefolgt von Holstein-
Schwarzbunt mit 27,3 Prozent (36 880 Rinder) und von Fleckvieh mit 22,7 Prozent
(30 558 Rinder).

Knapp weniger als die Hälfte (49,2 Prozent, 64 784 Rinder) der
Rinder im Landkreis Ostallgäu ist Braunvieh. Der Anteil des Fleckviehs liegt hier bei
17,4 Prozent (22 936 Rinder), der Anteil der Holstein-Schwarzbunten liegt bei
16,1 Prozent (21 254 Rinder).

Auch interessant