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Seuchen

Geflügelpest - in Bayern ruhig, Niedersachsen hart getroffen

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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
24.11.2016

München - In Bayern hat die Geflügelpest heute wenig Schlagzeilen gemacht. In Niedersachsen hingegen geht das Keulen weiter - 108.000 Tiere sollen geschlachtet werden.

Reiherente

Seit gestern gilt in Bayern ein Verbot für Geflügelschauen und -ausstellungen.

Die aktuelle Lage stellt sich in Bayern so dar, dass es 15 Landkreise beziehungsweise Städte gibt, in den der Geflügelpestvirus an Geflügel nachgewiesen wurde. Desweiteren bestehen in vier Landkreisen Verdachtsfälle.

In diesen Landkreisen wurde Geflügelpest vom Friedrich Löffler Institut nachgewiesen:

  • Landkreis Lindau
  • Landkreis Starnberg
  • Landkreis Rosenheim
  • Landkreis Traunstein
  • Landkreis Weilheim-Schongau
  • Landkreis Miesbach
  • Landkreis Augsburg
  • Landkreis Freising
  • Landkreis Ostallgäu
  • Landkreis Unterallgäu
  • Landkreis Landshut
  • Landkreis Rottal Inn
  • Landkreis Straubing-Bogen
  • Stadt Nürnberg
  • Stadt Ingolstadt.

 

Des Weiteren hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bei Wildvögeln aus dem

  • Landkreis Neuburg Schrobenhausen
  • Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
  • Landkreis Ebersberg
  • Landkreis Landsberg Lech

Erreger vom Subtyp H5 nachgewiesen. Diese Proben sind zur Bestätigung, weiteren Subtypisierung und Pathogenitätsbestimmung an das Nationale Referenzlabor, Friedrich-Loeffler-Institut, weitergeleitet worden.

Weitere Nutztierbestände in Niedersachsen betroffen

Das nationale Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) hat den Verdacht auf Geflügelpest in einem Mastputenbetrieb im Landkreis Cloppenburg bestätigt. Demnach handelt es sich um die hoch ansteckende Variante der Geflügelpest H5N8.

Die 16.000 Puten des von Geflügelpest betroffenen Unternehmens in Barßel (Landkreis Cloppenburg) sind inzwischen getötet worden. In einem Umkreis von einem Kilometer rund um den Betrieb sollen überdies weitere 92.000 Tiere gekeult werden, wie der NDR meldet. Das alles solle kurzfristig geschehen, teilte die Sprecherin des Landkreises Cloppenburg, Sabine Uchtmann, heute mit. Bei den Tieren handelt es sich um den Bestand von zwei benachbarten Geflügelbetrieben. Der Seuchenbetrieb selbst sei bereits geräumt, sagte Uchtmann.

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