Login
Seuchen

Geflügelpest deutschlandweit verbreitet

Reiherenten
pd
am
07.02.2017

Kiel - Bundesweit wurden seit Ausbruch der Tierseuche im November 2016 insgesamt 672 Fälle von Geflügelpest bei Wildvögeln und 60 Ausbrüche bei gehaltenen Vögeln (Geflügelhaltungen, Zoos und Tierparks) gemeldet.

Geflügelpestnachweise erfolgten in Deutschlandweit bislang bei 46 Wildvogelarten. Außerdem gibt es auch europaweit Ausbrüche der Geflügelpest in einer Reihe von Hausgeflügelbeständen und in der Wildvogelpopulation. Das ist der Stand des Landwirtschaftsministeriums in Schleswig-Holstein vom 6. Februar.

Angesichts dieser Lage gelten in vielen Bundesländern die Schutzmaßnahmen fort. Um das Risiko einer Virus-Übertragung zwischen Wild- und Hausgeflügel zu verringern, soll durch landesweite Stallpflichten für Hausgeflügel der direkte oder indirekte Kontakt so weit wie möglich minimiert werden. Zudem sind weiterhin strenge Biosicherheitsmaßnahmen erforderlich, damit der Erreger nicht über weitere indirekte Eintragswege - etwa kontaminiertes Material (Schuhwerk, Fahrzeuge, Gegenstände, Personenkontakte) - Tiere infiziert. Außerdem gelten in den Restriktionsgebieten, die nach Geflügelpestnachweisen eingerichtet werden, Verbringungsverbote unter anderem für Geflügel und Geflügelprodukte. Damit soll das Risiko einer Verschleppung der Seuche über Tiertransporte minimiert werden.

Auch interessant