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Vogelgrippe

Geflügelpest - Einschränkungen in der Jagd

pd
am
16.11.2016

Kiel/Schwerin - Die oberste Jagdbehörde in Schleswig-Holstein empfiehlt, die Jagd auf Wasservögel zu unterlassen. Mecklenburg-Vorpommern hat ein Jagdverbot für Wildvögel erlassen.

Mecklenburg-Vorpommern

Entenjagd

Um das Risiko einer Übertragung des Geflügelpest-Virus von Wildvögeln auf Hausgeflügel zu minimieren, hat Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt in Mecklenburg-Vorpommern, ein vorübergehendes Jagdverbot für dem Jagdrecht unterliegende Wildvögel erteilt.

„Mir ist bewusst, dass diese einschneidende Regelung nicht bei jedem Jäger oder Landwirt auf Gegenliebe stoßen wird. Ich halte sie im Sinne eines ganzheitlichen Vorgehens gegen die weitere Ausbreitung des Geflügelpest-Virus aber für eine ganz zentrale und notwendige Maßnahme. Ziel ist, nicht auszuschließende Infektionskette zwischen möglicherweise erkrankter Wildvögeln und Hausgeflügel über den Jäger als Verbindungsglied zu unterbrechen“, betonte der Minister.

Eine entsprechende Allgemeinverfügung wird in Kürze im Amtsblatt für Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht.

Das Jagdverbot ist wie folgt befristet:

  1. Grau-, Bläss-, Saat- und Kanadagans sowie Stock-, Pfeif-, Krick- und Tafelente bis zum 15. Januar 2017,
  2. Lach-, Sturm-, Silber-, Mantel- und Heringsmöwe bis zum 10. Februar 2017,
  3. Ringeltaube, Türkentaube und Höckerschwan bis zum 20. Februar 2017.

Im Anschluss an diese Zeiträume beginnt für die einzelnen Wildvogelarten ohnehin die Schonzeit, so dass sich das Zeitfenster der Jagdruhe für diese Vogelarten bis weit in das nächste Jahr hinein schließt.
 

Schleswig-Holstein

Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (Melur) empfiehlt als oberste Jagdbehörde:

  1. Die Jagd auf Wasservögel sollte derzeit unterbleiben. So kann das Risiko verringert werden, dass infizierte Tiere aufgescheucht werden und die Geflügelpest weiter verbreiten.
  2. Drückjagden auf Schalenwild, insbesondere Wildschweine, können und sollten in dieser Saison wie geplant auch in den Restriktionszonen und unter dem Einsatz von Hunden durchgeführt werden sollen.
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