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Schleswig-Holstein

Geflügelpest - Elf Restriktionsgebiete

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Schleswig-Holstein
am
16.11.2016

Kiel - Die landesweiten Untersuchungen nach Ausbruch der Geflügelpest des hochpathogenen Erregers des Subtyps H5N8 laufen weiter. Mittlerweile wurden landesweit von den zuständigen Kreisveterinärbehörden 11 Restriktionsgebiete eingerichtet.

Reiherenten

Die Restriktionsgebiete bestehen aus Sperrbezirken im engeren Umkreis der Befunde und Beobachtungsgebieten im weiteren Umkreis von Befunden. Dies teilte das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR) gestern (15. November 2016) mit.

Neun der Restriktionszonen wurden nach Feststellung der Geflügelpest bei Wildvögeln festgelegt, zwei nach amtlich festgestellten Ausbrüchen bei Hausgeflügel. Die Restriktionsgebiete werden gemäß Geflügelpestverordnung eingerichtet. In ihnen gelten unter anderem Beschränkungen für die Geflügelhaltungen wie etwa das Verbot zum Verbringen von Geflügel oder das Verbringungsverbot für bestimmte tierische Erzeugnisse. Je nachdem, ob es sich um Fälle bei Wildvögeln oder Ausbrüche in Hausgeflügelhaltungen handelt, gelten etwas unterschiedliche Vorschriften in den Sperr- und Beobachtungsgebieten. Fragen zu konkreten Einzelfällen sind an die Kreisveterinärbehörden zu richten.

Nach wie vor sind sechs Kreise bzw. kreisfreie Städte (Schleswig-Flensburg, Rendsburg-Eckernförde, Plön, Segeberg, Herzogtum-Lauenburg und die Hansestadt Lübeck) betroffen. Aber auch aus anderen Gebieten werden tote Wildvögel oder andere Hinweise gemeldet. Veterinäre, Landeslabor und das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) arbeiten mit Hochdruck daran, Hinweisen nachzugehen, Proben zu nehmen und zu analysieren.

Die landesweite Aufstallungspflicht wird in allen Kreisen sehr ernst genommen. Bislang wurden nur drei zeitlich begrenzte Ausnahmegenehmigungen erteilt. Zusätzliche Biosicherheitsmaßnahmen auch für kleine Tierhaltungen gelten von Donnerstag an landesweit.

Bundesweit ist die Geflügelpest des Subtyps H5N8 inzwischen auch in Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen festgestellt worden und weitet sich aus. Zudem wurde sie in Dänemark, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Ungarn und Polen bestätigt.

Eine Karte mit einer groben Übersicht über die Sperr- und Beobachtungsgebiete (Stand 15. November 2016, mittags) im Land finden Sie nebenstehend. (161115_gefluegelpest_tsn-karte_15.11.2016_sh.pdf)

Die exakten Verläufe der Restriktionsgebiete sind auf den Internetseiten der jeweiligen Kreise veröffentlicht.

Eine bundesweite Karte des Friedrich-Löffler-Instituts mit Nachweisen der Geflügelpest finden Sie unter: https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/klassische-gefluegelpest/ 

 

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