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Vogelgrippe

Geflügelpest hat Bayern erreicht

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
am
11.11.2016

Lindau - In Bayern gab es jetzt zwei Geflügelpest-Verdachtsfälle bei Wildvögeln im Landkreis Lindau.

Reiherente

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat in zwei tot aufgefundenen Reiherenten aus dem Landkreis Lindau aviäres Influenza- Virus (AIV) Genom vom Subtyp H5 nachgewiesen. Die Proben werden nun zur Bestätigung, zur weiteren Subtypisierung und Pathogenitätsbestimmung an das Nationale Referenzlabor für aviäre Influenza, Friedrich-Loeffler-Institut, weitergeleitet.

Zuvor wurde im November 2016 das hochpathogene aviäre Influenza A Virus (HPAIV) des Subtyps H5N8 im in Proben von verendeten Wasservögeln am Plöner See in Schleswig Holstein und fast zeitgleich am Bodensee in der Schweiz, in Österreich und Deutschland nachgewiesen. In Deutschland werden Proben, für die ein HPAIV Verdacht nach Untersuchung in einer Landesuntersuchungseinrichtung besteht, am Nationalen Referenzlabor für aviäre Influenza des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) weiterführend untersucht und die endgültige Diagnose gestellt.

Seit den weitreichenden H5N1-Geflügelpestgeschehen der Jahre 2005/2006 werden auch in Bayern kontinuierlich Monitoringprogramme auf AI in Wildvögel und Hausgeflügel durchgeführt. Im Rahmen des Hausgeflügelmonitorings werden nach Stichprobenschlüssel Seren von Hühnern, Puten, Enten, Gänsen und Vögeln aus sonstigen Haltungen auf Antikörper gegen das aviäre Influenza A Virus (AIV) untersucht. Für das Monitoring von Wildvögeln auf AI werden vorrangig Proben von tot aufgefundenen aber auch von erlegten Wasservögeln auf AIV-Genom untersucht. Um eine Ausbreitung der aviären Influenza A Virus Infektionen zu verhindern, sollte der Kontakt von Wildvögeln zu Nutzgeflügel verhindert werden. Das LGL hat speziell für Tierhalter ein Merkblatt mit Angaben, wie das Risiko eines Eintrages der Geflügelpest/ in Bestände reduziert werden kann, erarbeitet.

Die bayerischen Behörden beobachten die Situation weiterhin sehr genau. Die Bodensee-Anrainer Österreich, Schweiz, Baden-Württemberg und Bayern haben bereits die allgemeine Lage besprochen und ein gemeinsames Vorgehen beschlossen.

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