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Vogelgrippe

Geflügelpest - Hessen handelt vorsorglich

pd
am
15.11.2016

Wiesbaden - Bislang ist in Hessen kein Geflügelpest-Nachweis vom Typ H5N8 erfolgt. Dennoch ordnet das Land die Aufstallung von Geflügel in definierten Risikogebieten an.

Reiherente

Das Land Hessen hat vorsorglich beschlossen, mit sofortiger Wirkung eine Aufstallung von Freilandgeflügel in Risikogebieten anzuordnen. Darunter sind insbesondere gewässernahe Gebiete zu verstehen, da bisher vornehmlich Wasservögel betroffen sind. Auch der Nationale Krisenstab für Tierseuchen hat eine risikobezogene und bundesweite Aufstallung von Geflügel empfohlen. Somit werden alle gewerblichen oder privaten Tierhalter in einem Abstand von 500 Metern um die definierten Risikogebiete (pm_416_anhang_risikogebiete_hessen_und_rheinland-pfalz.pdf) spätestens ab dem 21.11.2016 und bis auf weiteres angewiesen, ihr Geflügel (Definition für Geflügel: Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse, die in Gefangenschaft aufgezogen oder gehalten werden) in Ställen unterzubringen.

Ornithologische Restriktionsgebiete in Hessen

  • längs des Rheins incl. Biedensand, Kühkopf und Mainmündung,
  • längs des Mains,
  • Brutgebiete in der Wetterau,
  • Heuchelheimer Seen,
  • Niederweimarer Seen,
  • Werra bei Obersuhl,
  • Fuldaauen bei Kassel,
  • Edersee-Sperre

Zuständig für die Ausführung, Kontrolle und Einhaltung dieser Anordnung sind die Veterinärämter der Kreise und kreisfreien Städte. Bei Ihnen liegt auch das Ermessen, Ausnahmen in den Fällen zu erlauben, in denen eine Aufstallung nicht oder nur unter erheblichen Nachteilen für die betroffenen Tiere umzusetzen wäre.

Damit eine mögliche Betroffenheit von Wildvögeln in Hessen schnell erkannt werden kann, sollte im Falle von tot aufgefundenen Wildvögeln ein Hinweis an das örtliche zuständige Veterinäramt des Landkreises oder der kreisfreien Stadt erfolgen, damit die Tiere eingesammelt, an das Hessische Landeslabor verbracht und dort auf das Virus untersucht werden können. Auch wenn nach dem aktuellen Kenntnisstand das derzeit kursierende Virus für den Menschen keine Gefahr darstellt, sollten Vogelkadaver schon aus allgemeinen hygienischen Gründen nicht mit bloßen Händen angefasst werden. Auch Hunde sollten von den Tierkörpern nach Möglichkeit ferngehalten werden.

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