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Seuchen

Geflügelpest im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim

Huhn
Landratsamt Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim
am
10.01.2017

Landkreis Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim - Der Verdacht auf Ausbruch der Geflügelpest in einem kleinen Hobbygeflügelbestand mit knapp 20 Tieren hat sich bestätigt. Mindestens bei einem der bereits am vergangenen Samstag auf Anordnung des Landratsamtes getöteten Tiere konnte das hochpathogene Influenza-A-Virus vom Subtyp H5N8 nachgewiesen werden. Der Virustyp ist für den Menschen unbedenklich.

Der Untersuchungsbefund wurde durch das Nationale Referenzlabor für Aviäre Influenza/Geflügelpest am Friedrich Loeffler-Institutes (FLI) bestätigt. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat heute Vormittag dem zuständigen Veterinäramt des Landratsamtes Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim den Befund schriftlich mitgeteilt.

Der betroffene Bestand liegt in einem Ortsteil nördlich von Burgbernheim und wurde bereits am vergangenen Freitag vom Landratsamt gesperrt. Außerdem wurde eine Überwachungszone eingerichtet. Sämtliche Tiere im Bestand wurden am Samstagmorgen gekeult und dem LGL zugeführt. Dabei handelt es sich um neun Hühner, vier Enten und drei Gänse.

Das Landratsamt wird nun umgehend alle notwendigen Schutzmaßnahmen einleiten, die für diese hochpathogene Form der Geflügelpest von amtlicher Seite vorgesehen sind.
Neben der Einrichtung eines Sperrbezirkes wird zusätzlich ein Beobachtungsgebiet angeordnet. Innerhalb dieser behördlich festgelegten Räume gelten besondere Ge- und Verbote (z. B. Aufstallgebot; Geflügel und Federwild dürfen weder aus dem noch in den Bestand verbracht werden; für Futtermittel gilt nur ein Ausfuhrverbot; Geflügelausstellungen oder -märkte sind verboten). Ausnahmen hiervon können auf Antrag vom zuständigen Landratsamt zugelassen werden.

Der Sperrbezirk wird in einem Radius von ca. drei km, das Beobachtungsgebiet in einem Radius zwischen ca. drei und ca. zehn km um den von der Geflügelpest betroffenen Bestand eingerichtet. Vom (engeren) Sperrbezirk sind die Stadt Burgbernheim sowie die Gemeinde Gallmersgarten betroffen.

Die Einzelheiten wird das Landratsamt im Rahmen einer Allgemeinverfügung festlegen und bekanntgeben.

Eintragsweg noch unbekannt

Das Veterinäramt wurde am Dienstag, 3. Januar vom Tierhalter erstmals informiert, nachdem mehrere Tiere auffallende Krankheitssymptome gezeigt haben. In einer Erst- und Zweitbeprobung am 4. und 6. Januar wurden bei einigen Tieren Aviäre Influenzaviren des Subtyps H5 labordiagnostisch bereits nachgewiesen.
Das Landratsamt versucht zu klären, auf welchem Weg der Erreger in den Geflügelbestand gelangt ist und welche Kontaktbetriebe es gegebenfalls gibt. Des Weiteren wird das Veterinäramt die im Sperrbezirk befindlichen Bestände überprüfen.

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