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Seuchen

Geflügelpest in Nordwestmecklenburg

Geflügelpest
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
11.09.2018

Am 1. September 2018 wurde ein Fall von Geflügelpest des Subtyps H5 in einer Privathaltung in der Hansestadt Wismar im Landkreis Nordwestmecklenburg gemeldet.

In der Haltung wurden rund 100 Enten sowie einige Hühner und Gänse in privater Zucht gehalten. Die Infektion des Bestandes durch ein hochpathogenes Influenzavirus des Subtyps H5N6 wurde durch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) anhand von Proben einer verendeten Ente bestätigt. Über den Eintragsweg der Erkrankung in den Bestand in Nordwestmecklenburg ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts Näheres bekannt.

Zuletzt wurden in Dänemark mehrere Fälle von Geflügelpest bei Wildvögeln, verursacht durch hochpathogenes Influenzavirus des Subtyps H5N6 nachgewiesen. Der letzte Nachweis erfolgte Mitte August bei einem Höckerschwan nahe der Stadt Korsør.

Aus den Niederlanden liegt eine aktuelle Meldung über den Nachweis des hochpathogenen Virus des Subtyps H5N6 bei einer Stockente vor.

Die Aviäre Influenza kann in zwei Formen bei Hausgeflügel und Wildvögeln auftreten: Die niedrigpathogene Form (LPAI) oder die hochpathogene Form (HPAI), die Geflügelpest. Die hochpathogene Form unterliegt sowohl bei Wildvögeln wie auch beim Hausgeflügel der Anzeigepflicht und wird durch die Maßnahmen der Geflügelpest-Verordnung bekämpft. Eine Impfung gegen das Virus ist nicht erlaubt.

 

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