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Seuchen

Geflügelpest - jetzt ist die Politik gefordert

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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
02.02.2017

Brüssel - 12 Wochen lang konnten die Erzeuger von Freilandeiern ihre Produkte nach Verhängung der Aufstallpflicht noch mit der Freiland-Kennzeichnung verkaufen. In vielen Regionen, darunter auch Bayern, läuft die Frist im Februar ab.

Legehühner

Schleswig-Holstein hat bereits angekündigt, nach Ablaufen der Frist den Freilandhaltern, die aufgrund der Aufstallpflicht nun ja keine mehr sind, eine Entschädigung zu gewähren. In anderen Ländern steht diese Entscheidung noch aus. Der Europäische Bauernverband, Copa, hat nun an die EU-Kommission appelliert, die gegenwärtigen Regelungen zu überprüfen. Auf den Prüfstand soll unter anderem die Vorgabe, wie lange Hühner in Ställen gehalten werden dürfen, bevor sie ihren Freiland-Status verlieren.

Nach Angaben des Verbandes sind Eu-weit nun über 80 Prozent der Freiland-Legehühner aufgestallt, um sie vor der Vogelgrippe zu schützen. Nach der gegenwärtigen Regelung werden die erzeugten Eier nach 12 Wochen Aufstallung von Freiland- zu Stalleiern "abgewertet". In vielen Regione Europas wird dieser Zeitpunkt in den nächsten Tagen erreicht. Das hätte fatale Folgen für die Hühnerhalter. Die Copa setzt sich deshalb dafür ein, die 12-Wochen-Periode zu verlängern.

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