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Vogelgrippe

Geflügelpest - Stallpflicht am Bodensee

pd
am
11.11.2016

Stuttgart - In einem Uferstreifen von 1.000 Metern Breite am Bodensee müssen Geflügelbestände aufgestallt werden.

Gans im Stall

Diese Maßnahme wurde behördlich angeordnet. In diesem Schutzstreifen gelten nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Stuttgart zusätzliche Biosicherheitsmaßnahmen. "Dies geschieht in enger Abstimmung mit unseren Nachbarn am Bodensee und mit der Geflügelwirtschaft, die ein großes Interesse an der Gesunderhaltung der Nutztierbestände hat“, erklärte Landwirtschaftsminister Peter Hauk. Besondere Biosicherheitsmaßnahmen werden vorsorglich auch entlang des gesamten baden-württembergischen Rheinufers auf 500 Meter Breite angeordnet.

Flankierend dazu betreibe man ein engmaschiges Monitoring am Bodensee selbst, aber auch am Rhein entlang, wo sich immer wieder Rast- und Ruheplätze von Zugvögeln befänden, die für die Ausbreitung der Krankheit verantwortlich wären. „Behörden, Fischer, Landwirte und Jäger werden hier mit einbezogen. Deren besondere Ortskenntnis ist sehr hilfreich“, betonte Hauk. Zusätzlich sollten landesweit Jägerinnen und Jäger erlegte Enten und Gänse für eine Beprobung zur Verfügung stellen.

„Im Landkreis Konstanz wird das Landratsamt als zuständige Behörde in Kürze die rechtliche Anordnung erteilen“, so Landrat Frank Hämmerle. „Darüber hinaus empfehlen wir auch Hundehaltern, im Bereich des Ufers ihre Tiere anzuleinen.“

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