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Jubiläums-Tierschau in Traunstein

Große Bühne für die Tierzucht

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Christine Endres, Fleckvieh
am
14.07.2016

Traunstein - Auf den Tierschauen können die Rinderzüchter ihre besten Kühe zeigen und die Früchte ihrer oft jahrelangen Zuchtarbeit präsentieren.

Solche Schauen sind gerade in Krisenzeiten wichtig, um zu betonen, wie leistungsstark und unverzichtbar die heimische Rinderzucht ist. Nicht aufgeben, sich die Begeisterung für seine Kühe bewahren und mit Herzblut weiter züchten, auch wenn die aktuelle Marktlage sehr zu wünschen übrig lässt. Darauf kommt es jetzt an!

Dass sich die bayerischen Züchter die Freude an ihrer jeweiligen Rasse nicht nehmen lassen, haben sie auf der Jubiläumsschau in Traunstein genauso eindrucksvoll gezeigt, wie schon wenige Wochen zuvor auf der Jubiläumsschau in Pfaffenhofen oder der GFN-Schau in Osterhofen. Hier wurde sogar eine neue, moderne Vermarktungsanlage eingeweiht. Doch auch über die Landesgrenzen hinweg fanden in den vergangenen Monaten einige hochrangige Schauen statt. So erinnern sich bestimmt viele gerne an die österreichische Bundesfleischrinderschau in Maishofen oder die größte Rinderschau Österreichs im Tiroler Rotholz zurück.

Die Züchter haben überall dort mit großem Einsatz und Stolz die schönsten Kühe aus ihren Ställen gezeigt und so manchen Preis mit nach Hause nehmen können. Dass davor extrem viel Zeit und Arbeit investiert werden muss, damit der große Auftritt im Ring gelingt, sehen die wenigsten. Zudem leisten die vielen Herzblut-Züchter beste Imagepflege für die heimische Tierhaltung und letztlich für die gesamte Landwirtschaft, und das zum Nulltarif. Bleibt zu hoffen, dass ihnen diese Motivation trotz katastrophaler Erzeugerpreise noch lange erhalten bleibt. Denn der große Höhepunkt des Schaujahres 2016 steht noch bevor, wenn auf dem ZLF in München wieder die Landessieger gekürt werden. Diese große Bühne gilt es zu nutzen, um die Tierhaltung ins rechte Licht zu rücken.

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