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Lagerraum Dritter nutzen

Gülle umlagern - was zu beachten ist

Gülletransport
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
01.03.2018

Um hier etwas Licht ins Dunkel zu bringen, hat die Landesanstalt für Landwirtschaft ihre Erläuterungen zur Lagerkapazität und dem Verbringen von Gülle Mitte Februar aktualisiert.

Punkt 6  der Erläuterungen zur Düngeverordung beschreibt nun auch die Möglichkeit der Zupacht von Lagerraum, falls der eigene nicht ausreicht. Diese Variante ist möglich,  muss aber zum besseren Nachweis in schriftlicher Form erfolgen.

Prinzipiell gilt, dass für flüssige Wirtschaftsdünger und flüssige und feste Gärreste eine Lagerkapazität für  sechs Monate vorhanden sein muss. Das Fassungsvermögen des Lagerraums berechnet sich zum einen aus dem Anfall an flüssigen Wirtschaftsdünger beziehungsweise festen und flüssigen Gärresten, zum anderen aus den anfallenden Mengen an Silagesickersäften und Niederschlagswasser, soweit diese in die Lagerstätte eingeleitet werden.

  • Zugepachteter Lagerraum wird anerkannt, wenn ein gültiger schriftlicher Vertrag vorliegt, aus dem zumindest das Volumen des gepachteten Lagerraums und die Vertragslaufzeit hervorgehen. Der Pächter muss ganzjährig über den zugepachteten Lagerraum verfügen können und die Entfernung zwischen dem angepachteten Lagerraum und der Anfallstätte des Wirtschaftsdüngers muss noch betriebswirtschaftlich sinnvoll sein.
  • Abnahmeverträge für Gülle, Jauche oder Festmist werden anerkannt, wenn sichergestellt ist, dass die im aufnehmenden Betrieb vorhandene Lagerkapazität für eine sechsmonatige Lagerung der eigenen und aufgenommenen Wirtschaftsdünger ausreicht.
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