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Beruf

Gut ausgebildeter Nachwuchs für den Schäferstand

Schäfer
pd
am
12.09.2017

Triesdorf - Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) gratulierte 16 neuen Schäfergesellen und zehn neuen Schäfermeistern aus ganz Deutschland zum Bestehen ihres Berufsabschlusses.

Am vergangenen Samstag, den 09.09.2017 nahmen die Absolventen im feierlichen Rahmen in Triesdorf (Lkr. Ansbach) ihre Urkunden entgegen. Deutschlandweit werden Schäfer nur noch in Sachsen-Anhalt und Bayern ausgebildet. Die LfL organisiert die staatliche Aus- und Fortbildung im Beruf Tierwirt-Fachrichtung Schäferei in Süddeutschland.

Bayern ist noch immer das schafreichste deutsche Bundesland mit über 215.000 Mutterschafen. Circa 280 der rund 6.500 bayerischen Schäfereibetriebe werden im Vollerwerb geführt. Der Beruf des Schäfers hat mit Hüteromantik nur wenig zu tun. Schäfereibetriebe stehen stattdessen in direkter Flächenkonkurrenz zu anderen landwirtschaftlichen Betrieben und zu günstigen Importen aus anderen Ländern. Um bestehen zu können, muss der Betrieb in allen Bereichen, wie z.B. Lammerzeugung und -vermarktung, Landschaftspflege-Dienstleistungen und den Zuchtfortschritt der gesamten Herde optimiert werden. Hierzu braucht es viel handwerkliches Geschick und betriebswirtswirtschaftliches Verständnis.

Die stellvertretende Prüfungsausschuss-Vorsitzende Renate Baierlein (AELF Kitzingen) ehrte besonders die Jahrgangsbesten. Alexander Smietana aus Triesdorf in Mittelfranken beendete seine Gesellenausbildung auf dem Betrieb Willi Mang in Bad Schussenried mit einem Durchschnitt von 1,88. Zweitbeste des Jahrganges wurde Sara Meier (1,93) aus Goldingen in der Schweiz (ohne Lehrbetrieb), Drittbester (1,93) Joshua Seeberger aus Adelsdorf in Mittelfranken mit dem Lehrbetrieb Ute Svensson in Baden-Baden. Hervorragende Leistungen bei den neuen Schäfermeistern zeigten besonders Martin Müller (1,33) aus Aura an der Saale in Unterfranken, Leona Sakowski (1,60) aus Baden-Baden (BaWü) und Ralf Braun (1,83) aus Nusplingen (BaWü).

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