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Kühlung für Tiere

Heiße Zeiten

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Max Riesberg, Wochenblatt
am
20.07.2017

München - Gründe zum Schwitzen gibt es in diesen Tagen und Wochen mehr als genug und hier ist ausnahmsweise kein wahlkampfgetriebener politischer Aktionismus oder scheinbar willkürlicher Bürokratismus gemeint.

Max Riesberg

Die Ernte auf den Feldern, das Dreschen, das Silo- und Heu- machen, der endlose Kampf in den Wäldern gegen den Borkenkäfer und die Stallarbeit bei diesen Temperaturen jagen einem ohnehin die Schweißperlen auf die Stirn. Endlich Hochsommer! Gut, wenn man dann zum Feierabend noch den langersehnten Sprung in den Badeweiher schafft oder auf der Hausbank im Schatten für innere Abkühlung sorgen kann.

Auch unseren Nutztieren machen die heißen Sommermonate zu schaffen. Es sei denn sie stehen in vollklimatisierten Ställen. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als sich mit den Bedingungen zu arrangieren. Wie gut das gelingt, hängt von vielen Faktoren ab. Bei Rindern beginnt der sogenannte Hitzestress bereits bei 16 °C. Dann, wenn wir Menschen uns noch pudelwohl fühlen. Die Folgen dieses Hitzestresses im Stall können ganz unterschiedlich sein und sich auch noch lange Zeit nach der akuten Phase bemerkbar machen. Nicht nur, dass die Leistung zurückgeht, auch Stoffwechselstörungen und sogar schwerwiegende Krankheitsbilder können darin begründet sein, dass Nutztiere mit extremem Stallklima zu kämpfen hatten. Doch denkt man daran nur noch selten, wenn es wieder regnet und sich die Luft abgekühlt hat.

Um den Tieren im Stall etwas Sommerfrische zu bieten und ihnen die tagtägliche Arbeit so angenehm wie möglich zu gestalten, gibt es inzwischen einige Methoden. Oft sind dazu nur kleine Umbaumaßnahmen und ein überschaubarer Investitionsbedarf notwendig. Wichtig ist die genaue Planung und fachgerechte Installation der Anlagen, ob Ventilator, Schlauchbelüftung oder Wassernebler. Dann wird der Kuhstall auch nicht zur Sauna.

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