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Beutegreifer

Auch Hessen durchstreift jetzt ein Wolf

Europäischer Grauwolf
pd
am
05.05.2017

Waldeck - Vergangene Woche. am 27. April wurde abends in Nordhessen ein Wolf gesichtet. Er war auf einem Feld zwischen Dehringshausen und Nieder-Waroldern unterwegs.

Zwei Privatpersonen hatten das Tier entdeckt, fotografiert und die Polizei verständigt. Das Umweltministerium hatte daraufhin die Prüfung der Aufnahmen durch Sachverständige veranlasst. Diesen Dienstag kam die Bestätigung, dass es sich um einen Wolf handelt. Vorsorglich wurden das zuständige Forstamt sowie Schafhalterinnen und Schafhalter informiert.

Die Bevölkerung wird gebeten, aufmerksam zu sein und etwaige Sichtungen mitzuteilen. Besonders hilfreich ist dabei ein Foto. Bei einer Begegnung mit großen Hunden oder Wölfen wird empfohlen, ruhig zu bleiben und einen respektvollen Abstand zu halten.

50.000 Euro für zusätzlichen Kontrollaufwand

Auch wenn in Hessen in den vergangenen Jahren keine Wolfsrisse nachgewiesen werden konnten, sollten Tierhalterinnen und Tierhalter regelmäßig die Funktionsfähigkeit ihrer Elektrozäune überprüfen. Denn diese sind nach Ansicht des hessischen Umweltministeriums das sicherste Mittel, um Raubtiere von Schafherden fernzuhalten. Aus diesem Grund stellt das Umweltministerium 50.000 Euro jährlich zur Verfügung, um den zusätzlichen Kontrollaufwand zu unterstützen. Die Förderung kann mit der Agrarförderung beantragt werden.

Erst vor wenigen Wochen war in Nordrhein-Westfalen an der Grenze zum Landkreis Waldeck-Frankenberg ein Wolf fotografiert worden. Hinweise auf Zusammenhänge zwischen beiden Sichtungen gibt es nicht.

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