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Handelshemmnis

Hessen von der EU-Kommission als BHV1-freie Region anerkannt

pd
am
23.12.2015

Wiesbaden - Sanierung von „Bovinen Herpesvirus Typ 1“ nach 27 Jahren erfolgreich abgeschlossen.

© adel/pixelio

Nach 27 Jahren intensiver Bemühungen ist in Hessen die Sanierung der Rinderbestände vom „Bovinen Herpesvirus Typ 1" (BHV1), auch Rinderherpes genannt, nun erfolgreich abgeschlossen. Die EU-Kommission hat Hessen als BHV1-freie Region anerkannt.

„Für unsere Rinderhalter ist das ein wichtiger Schritt. Denn der Status „BHV1-frei" bietet zum einen den bestmöglichen Schutz der hessischen Rinderbestände vor Neuinfektionen mit BHV1, zum anderen erleichtert er das Verbringen von Rindern und beseitigt damit Handelshemmnisse", sagte die Staatssekretärin im hessischen Landwirtschaftsministerium Dr. Beatrix Tappeser. Ab sofort entfallen Auflagen beim Handel mit Rindern aus Hessen in andere BHV1-freie Regionen wie beispielsweise nach Bayern. Quarantäne und BHV1-Untersuchungen sind nicht mehr erforderlich. Kälber und Rinder können nun leichter in Länder und Staaten verkauft werden, die bereits den Status als BHV1-freie Region besitzen.

Mit einer Anerkennung als BHV1-freies Gebiet schließt Hessen zu den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Thüringen, Sachsen und Bayern auf. Zeitgleich mit Hessen wurden auch die Länder Bremen und Niedersachsen als BHV1-freie Region anerkannt. In der EU haben bisher Dänemark, Österreich, Finnland, Schweden und die Provinz Bozen in Italien den Status „BHV1-frei". In diese Länder und Staaten können Rinder in Zukunft ohne Zusatzgarantien verbracht werden. Eine Attestierung als BHV1-frei ist hier nicht mehr erforderlich.

Darüber hinaus gelten für Hessen ab sofort die höheren Gesundheitsanforderungen für Rinder, die aus nicht anerkannten Gebieten Deutschlands oder Mitgliedstaaten hierher geliefert werden. Diese Rinder müssen in Quarantäne gehalten, dort auf die BHV1-Infektion untersucht werden und dürfen nicht geimpft sein. Schlachtrinder können ohne den Status „BHV1-frei" nur noch dann nach Hessen verbracht werden, wenn sie unmittelbar zum Schlachthof kommen.

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