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Tierwohl

Initiative Tierwohl kritisiert Kritiker

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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
14.11.2017

Die Initiative beklagt, dass gezielt Fehlinformationen verbreitet würden. Dem tritt sie nun entgegen.

Schweine im Stall

So bemängelt die Initiative Tierwohl, dass sie jüngst mehrfach fälschlicherweise als ein Produktsiegel interpretiert wurde – nur um sie dann dafür zu kritisieren, dass sie die Anforderungen eines Produktsiegels nicht erfülle.

„Pauschalierender beziehungsweise unsachgemäßer Kritik, wie der Behauptung, bei der Initiative Tierwohl handle es sich um ein Produktsiegel, darf keine Aufmerksamkeit mehr geschenkt werden“, fordert Dr. Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der Initiative Tierwohl. „Es schadet dem Fortschritt hin zu mehr Tierwohl in der Nutztierhaltung, wenn einzelne Interessensvertreter die Leistungen der Initiative Tierwohl mit denen eines Siegels gleichsetzen oder andere Fehlinformationen verbreiten. Das führt den Verbraucher in die Irre und lässt die wichtige Debatte rund um mehr Tierwohl abdriften in unsachlichen Populismus. Das muss aufhören, wenn wir das gemeinsame Ziel ‚Mehr Tierwohl in der Breite‘ erreichen wollen.“

Ja zur Debatte, nein zu Falschinformationen

„Wir wünschen uns eine Debatte, die zwar meinungsstark sein kann, aber nicht populistisch ist“, erläutert Hinrichs. „Sie sollte auf der Basis von Fakten, wissenschaftlichen Erkenntnissen und fundierter Erfahrung sowie mit Akzeptanz für die Tatsache, dass es verschiedene Herangehensweisen gibt, geführt werden.“

Weil erfahrungsgemäß für die meisten Verbraucher bei der Kaufentscheidung der Preis wichtiger ist als das Tierwohl, verfolgt die Initiative einen von der Entscheidung für ein bestimmtes Produkt unabhängigen Ansatz. Nachverfolgbarkeit der Ware durch den Verbraucher ist daher nicht zwingend notwendig, um mehr Tierwohl zu schaffen. Gängigen Siegeln, die auf die Produktentscheidung des Verbrauchers angewiesen sind, ist es dagegen bisher nicht gelungen, eine Wirksamkeit in die Breite zu entfalten.

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