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Rinderställe

In kleinen Betrieben dominiert die Anbindehaltung

pd
am
13.04.2017

Berlin - Mit dem Wachsen der Bestandsgrößen geht der Trend in der Rinderhaltung aber zur Unterbringung in Laufställen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (18/11818) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/11537) zum Tierwohl hervor.

Demnach seien im Jahr 2010 rund drei Millionen Haltungsplätze in Anbindeställen gezählt worden. Der Anteil an den Haltungsplätzen insgesamt habe damit 21,4 Prozent betragen. Der überwiegende Teil dieser Tiere habe in kleineren Betrieben gestanden. In der Antwort heißt es dazu, dass im Jahr 2010 deutschlandweit in Betrieben unter 50 Haltungsplätzen rund 73 Prozent der Milchkühe in Anbindehaltung gehalten wurden, während es in Betrieben mit 50 und mehr Haltungsplätzen rund vier Prozent gewesen seien. Weil nach den Ergebnissen der Viehbestandserhebungen die Zahl der Milchkühe in Haltungen von weniger als 50 Tieren zwischen Mai 2010 und November 2016 von knapp 34 Prozent auf 21 Prozent gesunken sei, geht die Regierung in ihrer Antwort davon aus, dass damit auch der Anteil der Milchkühe in der Anbindehaltung weiter gesunken sein muss.

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