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EU-Milchmengenreduktion

Kürzungsfaktor steht fest

aiz
am
21.10.2016

Brüssel - Wegen der Überzeichnung des Programms zur Reduzierung der Milchmengen kommt nunmehr der angekündigte Kürzungsfaktor zur Anwendung. Er beträgt 0,12462762.

Das von der EU unterstützte Programm zur Reduzierung der Milchmengen ist nach der zweiten Antragsrunde erwartungsgemäß komplett ausgeschöpft worden. Nach Angaben der EU-Kommission haben insgesamt 6.081 Milcherzeuger für den Zeitraum November 2016 bis Januar 2017 einen Antrag auf Verringerung ihrer Rohmilch-Produktion um insgesamt 97.880 t gestellt. Aufgrund des nahezu ausgeschöpften Finanzbudgets nach der ersten Runde standen in dem Programm aber nur noch Beihilfen für 12.198 t zur Verfügung. Daher kommt nunmehr der an gekündigte Kürzungsfaktor zur Anwendung, er beträgt 0,12462762, wie die Agrarmarkt Austria (AMA) gestern mitteilte. Das bedeutet, dass nur für rund 12% der beantragten Menge eine Beihilfe (14 Cent/kg Milch) bewilligt wurde.

"Die von den Landwirten beantragte Rohmilch-Reduktionsmenge muss mit dem genannten Kürzungsfaktor multipliziert werden, um die genehmigte beihilfefähige Reduktionsmenge zu berechnen", informiert die AMA. Wenn etwa die beantragte Reduktionsmenge 5.000 kg beträgt, so ergibt die Anwendung des Kürzungsfaktors 0,12462762 eine genehmigte beihilfefähige Menge von 623,138 kg.

Wie berichtet, war das beihilfenfähige Volumen für die EU-Milchmengenreduktion in der ersten Runde weitgehend ausgeschöpft worden. Die Anträge der Mitgliedstaaten, die bis 21. September 2016 für den Zeitraum Oktober bis Dezember eingebracht werden konnten, summierten sich auf 1,06 Mio. t. Die vorgesehenen Mittel von 150 Mio. Euro ermöglichen Ausgleichzahlungen für 1,07 Mio. t, weshalb es für die restlichen 12.198 t bis 12. Oktober eine weitere Antragsmöglichkeit für die Verminderung der Menge von November bis Januar gab.

In der zweiten Antragsrunde entfiel das größte Volumen auf Frankreich, die bewilligte Menge liegt hier bei 2.923 t. An zweiter Stelle folgt Deutschland mit 2.213 t und dahinter Großbritannien mit 1.099 t sowie Polen mit 1.077 t.

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