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Jubiläum

Landesanstalt in Grub - 100 Jahre Leidenschaft für Nutztiere

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Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt
am
21.06.2018

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft feiert am 8. Juli großes Jubiläum

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Der Ortsname Grub ist in Bayern mehrere dutzendmal auf der Landkarte zu finden. Wenn Fachleute aus dem Agrarsektor weltweit von „dem“ Grub sprechen, haben sie das bedeutende Zentrum der Nutztierforschung vor Augen, den Standort Grub der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL). Die LfL feiert in diesem Jahr, zusammen mit dem Freistaat Bayern, ihr 100-jähriges Jubiläum. In diesen 100 Jahren ist es gelungen, eine Marke „Grub“ aufzubauen, die auf erfolgreicher Arbeit und messbaren Erfolgen gründet. Nur so lässt es sich erklären, dass nicht nur Tierhalter in Bayern, sondern Wissenschaftler und Fachleute aus vielen Ländern nach Grub kommen, um sich auszutauschen und fortzubilden.

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Der Tag der offenen Tür am 8. Juli – unter dem Motto „Leidenschaft für Nutztiere“ – ist das größte Ereignis, mit dem die LfL dieses Jubiläum zusammen mit Landwirten, Tierhaltern, Verbänden sowie der Bevölkerung feiert. Das im Juni 2017 gegründete Kompetenzzentrum Tier beteiligt sich mit seinen Verbänden und Einrichtungen, wie die Arbeitsgemeinschaft Süddeutscher Rinderzucht- und Besamungsorganisationen, der Tiergesundheitsdienst sowie die Erzeugergemeinschaften, die Landesverbände bei Rind, Schaf, Ziege und Geflügel sowie die Tierzuchtforschung. Ein für die Besucher direkt sichtbarer Beweis dieser konstruktiven Zusammenarbeit sind die ausgestellten Besamungsbullen und die vielversprechenden Nachzuchttiere (siehe Kasten auf Seite 47 oben). Die LfL feiert die Entwicklung des einstigen Gutshofes Grub zu einem der wichtigsten Wissens- und Kompetenzzentren der Landwirtschaft mit Ihnen!

Veränderungen im Blick

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Kompetenz rund um die landwirtschaftliche Nutztierhaltung, mit diesen Worten lässt sich das Angebot der LfL am Tag der offenen Tür gut beschreiben. Die teilweise rasante Veränderung der Haltung, Fütterung und Zucht von Rind oder Schwein haben viele Landwirte selbst miterlebt oder aktiv mitgestaltet. Und entgegen weit verbreiteter Vorurteile haben Forschung und Innovationen die Haltungsbedingungen für Nutztiere und die Arbeitsbedingungen für Tierhalter verbessert. Diese für jeden sichtbar zu machen, ist ein Aspekt am Tag der offenen Tür.

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Gleichzeitig werfen die Mitarbeiter der LfL den Blick in die Zukunft und zeigen praktikable Lösungen für die Automatisierung im Milchviehstall oder die selbstständige Weidepflege mit Robotern. „Der Standort Grub hat sich in den vergangenen Jahrzehnten mit seinen verschiedenen Einrichtungen zu dem bayerischen Kompetenzzentrum für Nutztiere entwickelt. Die landwirtschaftliche Praxis und die Öffentlichkeit können hier kompetente Antworten auf drängende Herausforderungen der Zukunft erwarten“, so LfL Präsident Jakob Opperer.

Wissen rund um die Zucht

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Welche natürlich hornlosen Vererber sind beim Fleckvieh derzeit vielversprechend? Funktioniert die automatische Geburtsmeldung mit technischen Systemen wirklich reibungslos? Sind Haltungssysteme für Zuchtsauen mit Bewegungsbuchten schon praxistauglich? Das sind einige der Fragen, welche die Branche momentan umtreiben. Die Experten der LfL haben Antworten darauf.

Zudem sind die Lehrschauen geöffnet oder die Besucher können auch einfach nur die Mitmachaktionen, wie das LfL-Quiz oder das Angeln für Kinder erkunden. Das LfL-Labor bietet eine kostenlose Futtermittel-Analyse von mitgebrachten Gersten- und Sojaextraktionsschrotproben. Das Erlebnis Landwirtschaft ist an vielen Angeboten erfahrbar, egal ob beim Schweinemobil, beim Kükenschlupf, bei der Schafschur oder im Schauprogramm, bei dem Rind und Pferd als Zug- und Arbeitstiere vertreten sind.

Der Nachwuchs kann sich beim Tretschlepperparcours beweisen oder in der Hüpfburg austoben. Abgerundet wird der Tag mit regionalen Spezialitäten. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.

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