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Vogelgrippe

Landkreise Rosenheim und Traunstein ordnen Aufstallpflicht an

pd
am
16.11.2016

Rosenheim/Traunstein - Alle Tierhalter, die in den Landkreisen Traunstein und Rosenheim Geflügel in einem Bereich von bis zu drei Kilometer vom Chiemsee entfernt halten, müssen ab sofort ihr Geflügel aufstallen.

Reiherente

Entsprechende Allgemeinverfügung haben die zuständigen Landratsämter erlassen.

Aufstallung bedeutet, dass die Tiere in geschlossenen Ställen oder unter einem Dach gehalten werden. Zudem darf ein seitliches Eindringen von Wildvögeln nicht möglich sein. Die Eingänge zu den Geflügelhaltungen müssen mit geeigneten Einrichtungen zur Schuhdesinfektion versehen sein. Vögel zur Aufstockung des Wildvogelbestands dürfen nicht freigelassen werden.

Alle Geflügelhalter in den Landkreisen Traunstein und Rosenheim, die ihrer Pflicht zur Meldung des gehaltenen Geflügels bisher noch nicht nachgekommen sind, haben die Haltung von Geflügel unverzüglich beim Veterinäramt anzuzeigen.

Die Allgemeinverfügung wird erlassen, um ein unnötiges Risiko für das Hausgeflügel zu vermeiden. Rund um den Chiemsee wurden 18 verendete Reiherenten aufgefunden, bei denen der Subtyp H5 bereits nachgewiesen ist. Deshalb besteht der dringende Verdacht, dass es sich um die Geflügelpest handelt. Das Friedrich-Löffler-Institut ist noch dabei, diese offene Frage zu klären.

Für Menschen besteht keinerlei Gefahr. Dr. Wolfgang Krämer, Leiter des Traunsteiner Gesundheitsamts: „Bisher hat sich am Influenzavirus H5N8 weltweit noch kein Mensch angesteckt. Dieser Virus-Subtyp ist bereits seit einigen Jahren bekannt. Es gibt weiterhin auch keine Hinweise für eine fortgesetzte Mensch-zu-Mensch-Übertragung mit aviären Influenzaviren.“

Wer einen in der Nähe von Seen und Flüssen einen toten Wildvogel findet, sollte sich an das Veterinäramt Rosenheim beziehungsweise Traunstein wenden. Für Traunstein lautet  die Tel.-Nr. 0861/58-450.

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