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Staatliche Siegerehrung

Licht und Schatten

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Max Riesberg, Wochenblatt
am
29.09.2016

München- Die besten Tierzüchter wurden auf der Landesschau auf dem ZLF ausgezeichnet.

Max Riesberg

Gott sei Dank! Zur zweiten Hälfte des Zentrallandwirtschaftsfestes hat es dann doch noch geklappt mit dem goldenen Herbst. Die Sonne lachte über der Bavaria, der Theresienwiese und dem großen Ring, wo am Samstag die staatliche Siegerehrung bei strahlendem Sonnenschein, mit der ebenso strahlenden Ilse Aigner stattfand. Auch Besucher fanden sich dazu endlich mehr ein. Auch wenn der Bauernverband in diesem Jahr von 90.000 Besuchern weniger spricht, als noch vor vier Jahren.

Die Strahlkraft der Landwirtschaft konnte sich endlich mit voller Kraft zeigen, auch wenn dies einigen Stimmungsmachern nicht zu passen scheint. Genau dann, wenn sich Menschentrauben um den Wohlfühlstall der LfL bilden und lachende Stadtkinder erstmals auf Tuchfühlung mit süßen Ferkeln gehen, da tauchen diffamierende Bilder im Fernsehen auf, wo sich landwirtschaftliche Würdenträger in großen Agrarfabriken angeblich gar nicht mehr um ihre Tiere kümmern.

Selbsternannte Tierretter und -rechtler rufen über Facebook im Internet dazu auf, man möge doch die, nachdem sie als Landesbeste auf dem ZLF unter großem Stress zur Schau gestellt wurden, zum Tode geweihten Ausstellungstiere durch eine Patenschaft bei einer bekannten Gnadenhof-Kette erlösen. Ohne Profitdenken des Initiators versteht sich.

Manchmal fällt es auch einem Redakteur schwer, in einem Kommentar die Fassung zu bewahren. Ja glauben die allen Ernstes, die Bauern trennen sich von ihren besten Zuchttieren und treten die Lorbeeren für ihre eifrige Zuchtarbeit über Generationen einfach in die Tonne? Sicher nicht! Wo es aus tierseuchenrechtlichen Gründen nicht mehr möglich ist, dass Tiere auf ihre Herkunftsbetriebe zurückkehren, wurden bereits in der Vergangenheit geeignete Plätze für sie gefunden. Aber da funken die NGOs gezielt dazwischen. Die Möglichkeit der Selbstdarstellung lassen sie sich mal wieder nicht entgehen.

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