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Arbeitseffizienz

Melkerträume

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Max Riesberg, Wochenblatt
am
12.01.2017

München - Jeder Milchviehhalter kennt das tägliche Spiel. Morgens und abends die gleiche Leier. Auch wenn man zu den Personen gehört, die gerne in den Melkstand gehen, manchmal könnte man schon die Lust und Geduld verlieren, wenn bei der Arbeit mal wieder nichts so läuft, wie es soll: Wenn die Zahl der sich vor dem Melkstand drängenden Kühe einfach nicht enden will und es so scheint, als würde man gar nicht mehr aus der Melkergrube herauskommen. Derweil hätte man doch noch so viel zu tun.

Max Riesberg

Wer träumt da nicht von einem Melkroboter oder zumindest von einem großen, modernen Melkstand mit neuester Technik, welche die Schinderei tagein, tagaus zum Kinderspiel werden lässt? Auf den Messen werden uns solche Innovationen der Melktechnikhersteller schließlich zur Genüge, als heilsbringende Allroundlösungen, angepriesen – zu kleinem Geld – versteht sich.

Zugegeben, schön wäre es für viele freilich schon, den ganzen alten Plunder einfach rausreißen und etwas Neues hinzustellen. Und das Schauen und Träumen muss doch noch erlaubt sein. Gerade wenn die Zeit reif ist, den für die weitere bertiebliche Entwicklung so notwendigen nächsten Investitionsschritt zu wagen.

Wichtig ist dabei vor allem eine solide Planung. Genau zu kalkulieren, was man tatsächlich braucht. Wie die Arbeitsroutine zuverlässig und effizienter von der Hand geht. Wie man allen Qualitätansprüchen an die gelieferte Milch gerecht wird. Wie die sogenannte Durchsatzleistung gesteigert werden kann. Und wie sich der Komfort für die Tiere, aber auch für die Menschen, die 365 Tage im Jahr hier mit der Milch ihre Brötchen verdienen müssen, spürbar verbessern lässt. Die LfL veröffentlicht dazu nun interessante Beispielkalkulationen und gibt Antworten auf entscheidene Planungsfragen.

Wenn dann noch die Wertschöpfung für die Milch einigermaßen passen würde ... Aber da sind wir wohl eher wieder bei den Träumereien.

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