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Düngeverordnung

Nährstoffüberschüsse in der Ration vermeiden

Rapsfeld Blüte
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
27.03.2018

Durch eine geschickte Rationszusammensetzung lassen sich Stickstoff- und Phosphorausscheidungen bei Schwein, Geflügel und Rind verringern.

Die Düngeverordnung schränkt die Ausbringung von Nährstoffen stark ein. Über eine mehrphasige Fütterung mit optimaler Anpassung des Aminosäuren- und Mineralstoffangebotes lassen sich Stickstoff- und Phosphorausscheidungen bereits in der Fütterung vermindern.

Bei Schwein und Geflügel macht der Zusatz des Enzyms Phytase in der Futtermischung den in pflanzlichen Futtermitteln überwiegend an Phytin gebundenen Phosphor nutzbar. Insbesondere bei wachsenden Schweinen kann somit bereits auf mineralischen Phosphor verzichtet werden.

Bei einer auf Rapsextraktionsschrot und Körnerleguminosen basierenden Fütterung können für die Aminosäuren- und Phosphorversorgung gute Kombinationseffekte erzielt werden. Darüber hinaus lassen sich mit Körnerleguminosen Mischungen konzipieren, deren Gehalt an Phosphor unter denen von Mischungen mit Sojaextraktionsschrot liegen. Wichtig ist dies im Hinblick auf die Möglichkeit einer GVO-freien Fütterung.

In Milchkuhrationen ist Rapsextraktionsschrot mittlerweile das dominierende Eiweißfuttermittel. Landwirtschaftsbetriebe, die sich der GVO-freien Fütterung verpflichtet haben, setzen Rapsextraktionsschrot oft als alleinigen Eiweißergänzer ein. Wenn ein solcher Betrieb nach den Vorgaben der neuen Düngeverordnung einer Phosphor-Restriktion unterliegt, kann der Einsatz von pansengeschütztem Rapsextraktionsschrot eine Lösung sein. Damit kann die Einsatzmenge an Rapsfuttermitteln bei konstantem Angebot an nutzbarem Protein vermindert und der Phosphoreintrag in die Tagesration reduziert werden.

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