Login
Bundeskaltblutschau

Oberbayerische Pferde heimsen Siege ein

pd
am
23.01.2017

Berlin/München - Bei der bundesweiten Prämierung der besten Kaltblüter gehen in der Kategorie „Süddeutsches Kaltblut“ beide erste Preise nach Oberbayern. Bundessieger bei den Hengsten wurde der siebenjährige „Salieri S“ von Florian Schelle aus Deisenhofen im Landkreis München. Bei den Stuten setzte sich die fünfjährige "Fürstin" von Josef Bachmair aus Rottach-Egern im Landkreis Miesbach durch.

Süddeutsches Kaltblut

Bewertet wurden neben der äußeren Erscheinung die Grundgangarten Schritt und Trab. Insgesamt hatten sich rund 90 Pferde aus ganz Deutschland an den verschiedenen Wettbewerben der Bundeskaltblutschau beteiligt. Neben dem Süddeutschen Kaltblut wurden auch die Bundessieger bei den Rassen Rheinisch-Deutsches, Schleswiger und Schwarzwälder Kaltblut gekürt.

Die kraftvolle und nervenstarke Pferderasse „Süddeutsches Kaltblut“ wurde früher zur Arbeit in Feld und Wald eingesetzt, heute findet sie vor allem in der Brauchtumspflege Verwendung. Weltberühmt sind die Brauereirösser auf dem Münchner Oktoberfest, aber auch die Zugpferde der oberbayerischen Leonhardi-Prozessionen oder die Kötztinger Pfingstreiter sind weit über die weiß-blauen Grenzen hinaus bekannt. Während die Kaltblüter vor Jahrzehnten noch in ihrem Bestand bedroht waren, setzen heute etwa 1.300 Pferdezüchter im Freistaat auf diese Rasse. Im Zuchtbuch des Landesverbandes Bayerischer Pferdezüchter sind 1.810 Stuten und 138 Hengste erfasst – eine solide Basis, um den Fortbestand der Rasse zu sichern.

Auch interessant