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Afrikanische Schweinepest

Polnische Fleischbranche pocht auf zusätzliche Maßnahmen gegen die ASP

Mastschweine
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Karola Meeder, Wochenblatt
am
30.01.2018

Die polnische Fleischbranche ist mit den bisherigen Maßnahmen der Regierung gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest unzufrieden und fordert unter anderem, die Ausstiegsprämie auf 300 Tiere je Bestand auszuweiten.

 In einem offenen Brief an den Staatssekretär des Warschauer Landwirtschaftsministeriums, Jacek Bogucki, fordert die nationale Vereinigung der Arbeitgeber der Schweineproduzenten zusammen mit weiteren Branchenvertretern eine landesweite Anwendung des derzeit für die ausgewiesenen ASP-Gebiete geltenden Biosicherheitsprogramms. Für den Fall einer weiteren Verschlechterung der Situation müsse für die Regionen mit intensiver Schweinehaltung ein umfassender Aktionsplan ausgearbeitet werden.

Notwendig ist aus Sicht der Unterzeichner des Offenen Briefes auch ein wirksames Verbot der unregistrierten Schweinehaltung und -schlachtung. Um hier den Wildwuchs einzudämmen, soll die bisher für Kleinbestände bis 50 Schweine geltende Ausstiegsprämie auf 300 Tiere je Bestand ausgeweitet werden.

Das Bündnis fordert zudem klarere Entschädigungsregeln für den Seuchenfall. Der Ausgleich der entstandenen Schäden soll beispielsweise zwingend innerhalb einer bestimmten Frist erfolgen. Darüber hinaus wird von der Fleischbranche ein deutlicher Aufbau der Laborkapazitäten für schnellere Analyseergebnisse und eine bessere Vergütung für Veterinärinspektoren verlangt.

Mit Material von AgE
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