Login
Betäubung

QS überprüft zunächst nicht die Kastrationsmethode

Ferkel Kastration
Thumbnail
Ulrich Graf, Wochenblatt
am
01.10.2018

Der QS-Fachbeirat hat einen einstimmigen Beschluss gefasst, wonach zunächst keine Prüfung der Kastrationsverfahren in den Audits erfolgt.

Hintergrund für diese Entscheidung sei die unklare Situation für die Ferkelerzeuger, nach welchem Verfahren Ferkel ab 2019 kastriert werden dürfen. Die Aussetzung könne aufgehoben werden, wenn geeignete Verfahren gegeben sind, erklärt QS - Qualitiät und Sicherheit GmbH in einer Pressemitteilung.

Die Anforderung im QS-Leitfaden, dass die Ferkelkastration grundsätzlich nur mit Schmerzausschaltung oder Betäubung (also entsprechend den Vorgaben des Tierschutzgesetzes) erfolgen darf, bleibe jedoch bestehen. Damit sei auch klar, dass für Ferkel, Mastschweine und Fleischwaren, die aus dem Ausland ins QS-System geliefert werden, vergleichbare Verfahren verlangt werden. Davon unabhängig seien auch alternative Verfahren zur chirurgischen Kastration, wie die Jungebermast und die Jungebermast mit Impfung gegen Ebergeruch (Immunokastration) im QS-System zugelassen.

QS unterstützt Forderung nach 4. Weg

QS unterstützte die Forderung, eine Lokalanästhesie, den sog. Vierten Weg zuzulassen, mit dem die deutschen Ferkelerzeuger ein praktikables, sachgerechtes und in anderen Ländern bereits angewandtes Verfahren umsetzen könnten. Die unbestimmte und damit nicht prüfbare Situation ergebe sich zudem aus der Tatsache, dass z.Zt. völlig offen ist, ob es eine Zulassung der Isofluran-Betäubung geben werde.

Die Anwendung von Schmerzmitteln zur Linderung postoperativer Schmerzen nach der Kastration werde in den QS-Audits ab 1. Januar 2019 weiterhin durchgängig geprüft (K.O.-Kriterium).

Mit Material von ISN
Auch interessant