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LKV-Anpaarungsberatung

Das Rezept für schöne Kühe

Gertrud Helm - LKV Bayern
am
27.05.2016

München - Mit der LKV-Anpaarungsberatung zu straffen Eutern und stabilen Fundamenten.

Ob Humpert, Zauber oder Vanadin Hans Schwarz kennt sie alle, die Stars und Sternchen aus den bayerischen Besamungsstationen und er weiß, was sie drauf haben. Züchtung ist seine Leidenschaft und die richtige Wahl des Stiers für ihn der Schlüssel zum Erfolg in der Milchviehhaltung. Diesmal ist der LKV-Anpaarungsberater im Stall von Martin Daberger unterwegs. Der Eigenbestandsbesamer aus Frauenneuharting im Landkreis Ebersberg lässt sich seit vier Jahren bei seinen Zuchtentscheidungen vom LKV Bayern unterstützen. Jetzt stehen die ersten Ergebnisse der gezielten Zuchtauswahl in seinem Stall. Er erklärt: „Es ist ja nicht so, dass man ein halbes Jahr nach der Beratung schon das Ergebnis vor Augen hat. Aber jetzt, nach vier Jahren, sieht man sehr wohl, was die Beratung bringt. Wenn ich heute meine Jungkühe anschaue, dann geht mir das Herz auf.“
Ziel des jungen Betriebsleiters war eine homogene Herde, gleichmäßig im Erscheinungsbild und gleichmäßig in der Leistung. „Das war bei uns immer etwas schwierig. Wir hatten immer Kühe mit Topleistung auf der einen und dann Kühe mit eher schlechter Leistung auf der anderen Seite. Ich aber möchte lieber eine gleichmäßige Herde, denn die ist viel  leichter zu managen.“
Daberger arbeitet mit einem niedrigen Erstkalbealter. Nicht zuletzt deshalb kommen derzeit schon über 30 Jungkühe aus der Anpaarungsberatung, manche sogar schon mit dem zweiten Kalb. „Das macht halt Freude, wenn heute eine Jungkuh kalbt und ich sehe das Ergebnis: einen super Fuss, ein stabiles Euter und gute Melkbarkeit. Dann weiß ich, das werden Kühe, mit denen man auch länger arbeiten kann. Langlebige Kühe, das ist unser Ziel.“
Am Fundament und am Euter der aktuellen Nachzucht hat Daberger nichts mehr auszusetzen, seit er von Hans Schwarz bei der Auswahl der Zuchtbullen beraten wird. „Euterform, Zitzenlänge und Zitzenführung sind nun optimal.“  Selbst nach dem zweiten Kalb sind die Euter der Kühe noch kompakt, mit schönem Schenkel- und Baucheuter. Und auch Anpaarungsberater Schwarz ist begeistert. „Ein gutes Euter entsteht nicht nur durch ein Kriterium, sondern aus vielen: aus der Strichplatzierung, der Strichbeschaffenheit, der Strichstellung, dem Euterboden, dem Zentralband und der Voreuteranbindung. Es spielen da so viele Kriterien eine Rolle. Deshalb schauen wir die Kuh an und fragen, was können wir jetzt noch verbessern. Dann wird das gemacht.“
Züchtung ist für Berater Schwarz schon von Kindesbeinen an eine große Leidenschaft. Er kennt die Stiere und befasst sich mit ihnen. Er findet für jede Kuh im Stall genau den richtigen Partner. Der Stier, den der Berater sucht, soll die Schwachstellen der Kuh ausbügeln. Dabei setzt er auf geprüfte Stiere und auch auf den einen oder anderen genomischen Jungvererber. Gewählt werden die Stiere, die für die Kühe im Stall passen. Inzucht und Erbfehler sind von vornherein ausgeschlossen. Der Computer bietet für jede Kuh bis zu zehn Bullen zur Auswahl. Dann bringt Schwarz seine Erfahrung noch mit ein und rät dem Landwirt zu einem Bullen der Wahl. Er unterstützt ihn außerdem beim An- und Verkauf von Zuchtvieh. Schwarz: „Wir sind neutral. Ich besuche die Betriebe dreimal im Jahr, nach den drei Zuchtwertschätzungen. So sind wir immer aktuell.“ Das hat Fleckviehzüchter Daberger überzeugt. „Ich wollte eine unabhängige Beratung, nicht nur die von einer Besamungsstation, weil ich selbst nicht die Erfahrung habe und nicht die Zeit, dass ich mich damit befasse. Ich vertraue dem fachlichen Können meines Beraters. Als Eigenbestandsbesamer kaufe ich dann immer genau das Repertoire, das mir der Hans empfiehlt.“

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