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Statistik

Rinderhaltung: Oberbayern und Schwaben dominieren

Milchvieh Fleckvieh
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
19.01.2018

Der Landkreis Rosenheim ist Spitzenreiter bei der bayerischen Rinderhaltungen. Der Landkreis Ostallgäu hat bei Milchkuhhaltungen die Nase vorne.

Zum Stichtag 3. November 2017 hat das Bayerische Landesamt für Statistik nach Auswertung des Verwaltungsverfahrens „Herkunftssicherungs- und Informationssystem Tier (HIT)“ einen Bestand von 3.134. 262 Rindern in 45.827 Haltungen (ein Betrieb kann mehrere Haltungen/Stallungen aufweisen) ermittelt. 

In den beiden Regierungsbezirken Oberbayern (14.352 Haltungen) und Schwaben (9.373 Haltungen) sind zusammen knapp über die Hälfte aller bayerischen Rinderhaltungen zu finden.

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei der Betrachtung der Milchkuhhalter, diese machen in den Bezirken Oberbayern mit 9.891 Haltern und Schwaben mit 6.734 Haltern zusammen einen Anteil von 54,5 Prozent der Milchkuhhalter in Bayern aus.

Der Bestand der Rinder insgesamt, wie auch speziell der Milchkühe, macht in Oberbayern (929.604 Rinder insgesamt; 361.372 Milchkühe) und Schwaben (668.363 Rinder insgesamt; 285 860 Milchkühe) jeweils zusammen ebenfalls knapp mehr als die Hälfte aller bayerischen Rinder aus. 

Auf Kreisebene wurden im Landkreis Rosenheim zum 3. November 2017 die meisten Rinderhaltungen (2.038 Haltungen) und im Landkreis Ostallgäu die meisten Milchkuhhaltungen (1.594 Haltungen) gezählt. Die beiden Landkreise bilden die Entwicklung der bayerischen Haltungen insgesamt mit ihrem Rückgang sowohl bei Rinderhaltungen wie auch bei Milchkuhhaltungen sehr gut ab. Im Landkreis Rosenheim sind die Rinderhaltungen insgesamt im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent  (-60 Haltungen) sowie die Milchkuhhaltungen um 3,2 Prozent (-53 Haltungen) zurückgegangen.

Im Ostallgäu ist bei Rinderhaltungen ein Rückgang von 2,1 Prozent  (-43 Haltungen) und bei Milchkuhhaltungen um 3,3 Prozent (-55 Haltungen) zu verzeichnen. Der Rückgang der Anzahl Tiere ist sowohl bei Rindern insgesamt wie auch bei Milchkühen von geringerem Ausmaß.

Bayernweit ist die Zahl der Rinderhaltungen im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent (-1.615 Haltungen) gesunken, der Rinderbestand verringerte sich um 1,4 Prozent (-44.395 Tiere). Im Landkreis Unterallgäu wurden zum Stichtag sowohl die meisten Rinder insgesamt (137.451 Tiere) als auch die meisten Milchkühe (67.959 Tiere) ermittelt. Dieser Bestand macht einen Anteil von 4,4 Prozent aller bayerischen Rinder und 5,7 Prozent aller bayerischen Milchkühe aus.

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