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Rind

Rohstoffwert Milch konnte im Februar um 4 Cent zulegen

von , am
04.03.2015

<b>Berlin</b> - Nachdem der Kieler Rohstoffwert Milch im Kalenderjahr 2014 in fast allen Monaten eine stark fallende Tendenz aufgewiesen hatte, kam es Anfang 2015 endlich wieder zu einer Trendumkehr

© Lupo / pixelio.de
Im Januar stieg der Rohstoffwert Milch um 0,5 Cent auf 25,2 Cent je kg, im Februar konnte er um 4 Cent auf 29,2 Cent zulegen. Dies teilte das deutsche Institut für Ernährungswirtschaft (ife) mit.
Ob damit die ersehnte strukturelle Wende am Milchmarkt eingeleitet wurde, lässt sich laut Experten noch nicht mit Gewissheit sagen. Als positives Signal wird jedenfalls gewertet, dass auf dem Weltmarkt die Notierungen für Basisprodukte wie Butter und Milchpulver in den vergangenen Wochen spürbar nach oben geklettert sind. So ist der GlobalDairyTrade-Index bei der jüngsten Auktion Mitte Februar um 10% gestiegen. Die weitere Preisentwicklung wird vor allem von der Höhe der Milchanlieferung und der Aufnahmebereitschaft von Schlüsselmärkten wie China abhängen. Günstig auf die EU-Exporte könnte sich der gegenüber dem Dollar schwächere Eurokurs auswirken.
Der Kieler Rohstoffwert wird monatlich berechnet und gilt für Standardmilch mit 4% Fett, ohne Mehrwertsteuer und ab Hof. Er gibt bekanntlich nicht den Auszahlungspreis einer bestimmten Molkerei an, da er nur Bruttoerlöse für Magermilchpulver sowie Butter zugrunde legt und keine Vertragslaufzeiten zwischen Weiterverarbeitern, Handel und Molkereien berücksichtigt. Der ife-Rohstoffwert gilt aber als wichtiger Indikator für die Entwicklung des deutschen beziehungsweise europäischen Milchmarktes. (pd)
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