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Rind

Rund 30 Prozent der bayerischen Rinder werden in Oberbayern gehalten

von , am
16.01.2015

<b>München</b> - Spitzenreiter bei den Rinderbestandszahlen auf Kreisebene ist der Landkreis Unterallgäu.

Zum Stichtag 3. November 2014 weist das Bayerische Landesamt für Statistik nach Auswertung des Verwaltungsverfahrens „Herkunftssicherungs- und Informationssystem Tier (HIT)“ einen Bestand von rund 3,2 Millionen Rindern in 50.471 Rinderhaltungen nach. Bayern zählt damit im Vergleich der Bundesländer mit über 25,5 Prozent die meisten Rinder. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitpunkt wurden in Bayern allerdings über 11.200 Tiere und 1.600 Haltungen weniger gezählt.
Die Anzahl der Milchkühe betrug im November 2014 rund 1,2 Millionen Tiere. Dies entspricht einem Rückgang im Vergleich zu November 2013 um 0,2 Prozent. Knapp ein Drittel des bayerischen Rinderbestandes entfällt auf Oberbayern (955.517 Rinder oder 29,6 Prozent). Danach folgen Schwaben (684.276 Rinder oder 21,2 Prozent) und Niederbayern (481.472 Rinder oder 14,9 Prozent). Am wenigsten Rinder werden in Unterfranken gehalten (123.132 Tiere oder 3,8 Prozent).
Auf Kreisebene wurden die meisten bayerischen Rinder im Landkreis Unterallgäu ermittelt. Hier hielten zum Stichtag 1.822 Rinderhalter 141.917 Rinder. Dies entspricht rund 21 Prozent aller Rinder im Regierungsbezirk Schwaben. Im Landkreis Unterallgäu ist aber auch ein vergleichsweise starker Rückgang der Rinderhaltungen zu verzeichnen. Im November 2013 konnten hier noch fast 4,0 Prozent (74) mehr Haltungen gezählt werden. Weitere 20 Prozent der Rinder Schwabens entfielen 2014 auf den Landkreis Ostallgäu. In 2.157 Haltungen wurde dort ein Bestand von 135.387 Rindern nachgewiesen, wobei mehr als die Hälfte der Tiere Milchkühe (67.771 Tiere) sind. 2013 gab es hier noch 1,0 Prozent (1.303) mehr Rinder und 0,9 Prozent (628) mehr Milchkühe zu zählen.
Im Regierungsbezirk Oberbayern weist der Landkreis Rosenheim mit einem Anteil von 14,4 Prozent die meisten Rinder auf. Hier wurden 137.235 Tiere bei 2.178 Rinderhaltern erfasst. 2013 waren es noch 2,6 Prozent (407) mehr Rinderhaltungen und 0,4 Prozent (524) mehr Rinder gewesen.
Die durchschnittliche Rinderzahl je Haltung lag in Bayern zum Stichtag bei 64 und damit um zwei über dem Vorjahreswert. Die rinderreichen Landkreise Rosenheim und Ostallgäu liegen dabei mit 63 Rindern je Halter im bayerischen Durchschnitt, während Rinderhalter mit Betriebssitz im Unterallgäu durchschnittlich über 78 Rinder verfügen.
35 Milchkühe hielt der durchschnittliche bayerische Milchviehhalter zum 3. November 2014. Im November 2013 waren es 33 Milchkühe. Ein Milchkuhhalter im Unterallgäu besitzt im Schnitt 46 Milchkühe, im Ostallgäu sind es 39 Tiere. Ebenfalls über dem bayerischen Durchschnitt liegt der Landkreis Rosenheim mit 36 Milchkühen je Halter. (pd)
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