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Zuchtsauenhaltung

Schwein gehabt? Von wegen!

Zuchtschweinehaltung
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Sandra Schwägerl, Wochenblatt
am
14.08.2017

Schweinehalter sind verunsichert, wie sie die Ansprüche der Gesellschaft langfristig erfüllen können. Das zeigen auch die rückläufigen Viehbestandszahlen.

Die Halter von Schweinen haben in den vergangenen Jahren mit den Tieren nicht das sprichwörtliche Schwein gehabt. Die Zahl der Schweine haltenden Betriebe hat sich von Mai 2016 bis 2017 nach den Ergebnissen der amtlichen Viehzählung weiter verringert, teilt der Landvolk Pressedienst mit. In Niedersachsen registrierten die Agrarstatistiker im Mai 2017 noch 5.900 Landwirte, die Schweine halten. Gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 300 Höfe oder mehr als fünf Prozent. Bei den Zuchttieren verringerte sich die Zahl der Betriebe von 2.000 auf 1.900 um fünf Prozent. „Die Zahlen spiegeln die große Unsicherheit unserer Betriebsleiter wider“, sagt Lars Prigge, der beim Landvolk Niedersachsen den Arbeitskreis Sauenhalter leitet. Neben der wirtschaftlich über lange Zeit angespannten Situation beunruhige die sehr ambitionierte gesellschaftliche Debatte zu Tierwohl- und Tierschutzthemen viele Tierhalter. „Unsere Betriebsleiter wollen sich durchaus engagieren, aber sie wissen häufig gar nicht, wie sie ihre Höfe umgestalten sollen, um dauerhaft den Ansprüchen der Gesellschaft gerecht werden zu können“, schildert Prigge. So gebe es weder für den in Deutschland rechtlich geforderten Verzicht auf das Kupieren der Ringelschwänze eine praxisgerechte Lösung, noch für den Verzicht auf die betäubungslose Kastration der Ferkel.

Bundesweit hat sich die Zahl der Schweine haltenden Betriebe im 21. Jahrhundert nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes von 124.000 im Jahr 2000 auf knapp 24.000 im Jahr 2017 verringert. Damit gaben in diesem Zeitraum mehr als 100.000 Schweine haltende Bauernhöfe auf, das entspricht 16 Höfen am Tag. Parallel hat sich insbesondere in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der gehaltenen Tiere erhöht, mittlerweile nimmt sie aber wieder etwas ab.

Mit Material von Landvolk Presse Dienst
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