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Rinderhaltung

Wie sieht Kombihaltung aus?

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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
09.07.2019

Im Mittelpunkt der Beschreibung steht der Umfang an Bewegung für die Milchkühe. Darunter fallen sowohl der Auslauf im Freien als auch Maßnahmen im Stall.

Kombihaltung

München - Die Kombihaltung soll den Anbindehalter in Bayern den Weg in Zukunft öffnen.  Bislang war aber nicht definiert, was eigentlich darunter zu verstehen ist. Nun haben sich die beteiligten Akteure auf eine gemeinsame Lösung verständigt und eine Beschreibung zur Kombihaltung herausgegeben.

Im Mittelpunkt der Beschreibung der Kombinationshaltung steht der Umfang an Bewegung für die Milchkühe. Grundsätzlich müssen die Milchkühe an insgesamt mindestens 120 Tagen im Jahr Bewegung erhalten. Bewegung heißt dabei Laufhof, Weide, oder Buchten, in denen sich die Tiere frei bewegen können (z.B. Abkalbe- oder Trockensteherbuchten).

Wenn Betriebe im Stall besondere Maßnahmen zur Verbesserung des Tierwohls nachweisen können, reichen insgesamt mindestens 90 Tage im Jahr Bewegung aus. Betriebe müssen dazu mehrere Maßnahmen zur Verbesserung des Platzangebots (insbesondere Standlänge und -breite) sowie weitere das Tierwohl fördernde Rahmenbedingungen im Stall (Tränke, Licht, Luft etc.) umsetzen. Der Katalog mit den zusätzlichen Tierwohlmaßnahmen wurde zusammen mit der Landesanstalt für Landwirtschaft entwickelt. 

Kombihaltung

Die Milchwirtschaft soll auch in Zukunft eine tragende Säule der bayerischen Land- und Ernährungswirtschaft bleiben. Daher sehen sich sowohl die Milchwirtschaft und die Vertreter der Landwirtschaft in Bayern, aber auch das bayerische Landwirtschaftsministerium gemeinsam in der Verantwortung, den Weg der Weiterentwicklung der Milchviehhaltung in Bayern zu gestalten und zu begleiten. Dabei gilt es, einen Strukturbruch gerade bei den kleineren bäuerlichen Familienbetrieben zu verhindern.

In den vergangenen Jahren ist das Thema Tierwohl in den Fokus von Gesellschaft und Marktakteuren gerückt und stellt die Haltungsform der ganzjährigen Anbindehaltung auf den Prüfstand. Diese Entwicklung birgt große Herausforderungen für den Milchstandort Bayern und besonders für die Milchvermarktung. Daher haben die milchwirtschaftlichen Organisationen und die Vertreter der Landwirtschaft in Bayern gemeinsam mit den im Beirat von milch.bayern vertretenen Organisationen eine konkrete, praxistaugliche und nachhaltige Beschreibung der Kombinationshaltung entwickelt.

Überleben der kleineren und mittleren Betriebe sichern

Die milchwirtschaftlichen Organisationen und die Vertreter der Landwirtschaft in Bayern sowie das bayerische Landwirtschaftsministerium wollen die vielen kleineren und mittleren Familienbetriebe, die wesentlich zum positiven Gesamtbild der ländlichen Räume in Bayern beitragen, auf ihrem Weg von der ganzjährigen Anbindehaltung in zukunftsfähige Haltungsformen begleiten und unterstützen.

Denn diese Familienbetriebe bewirtschaften oft Grenzstandorte und kleinteilige, ökologisch besonders wertvolle Grünlandflächen. So leisten sie einen aktiven Beitrag zum Klima- und Bodenschutz, aber auch zum Erhalt der Artenvielfalt und der Kulturlandschaft. Das bayerische Landwirtschaftsministerium unterstützt die Anstrengungen der milchwirtschaftlichen Organisationen, einen gemeinsamen Weg zur Beschreibung der Kombinationshaltung zu finden.

Durch die konsequente Fortführung und den Ausbau der staatlichen Förderung sowie der Beratung von Bäuerinnen und Bauern, wird das bayerische Landwirtschaftsministerium gebeten, dazu beizutragen, möglichst vielen Betrieben den Umstieg in die Kombinations- oder Laufstallhaltung zu ermöglichen und auf eine nachhaltige, wirtschaftliche Entwicklung hinzuwirken. Darüber hinaus ist es sehr wichtig, dass veränderungswilligen Betrieben - beispielsweise bei notwendigen baurechtlichen Genehmigungen innerorts - keine Steine in den Weg gelegt werden. Alle zusammen sind darüber hinaus gefordert, sich auch um die Betriebe zu kümmern, denen Weiterentwicklungsmöglichkeiten verwehrt sind.

Handel übt Druck auf Anbindehalter aus

Die Milchwirtschaft soll auch in Zukunft eine tragende Säule der bayerischen Land- und Ernährungswirtschaft bleiben. Daher sehen sich sowohl die Milchwirtschaft und die Vertreter der Landwirtschaft in Bayern, aber auch das bayerische Landwirtschaftsministerium gemeinsam in der Verantwortung, den Weg der Weiterentwicklung der Milchviehhaltung in Bayern zu gestalten und zu begleiten. Dabei gilt es, einen Strukturbruch gerade bei den kleineren bäuerlichen Familienbetrieben zu verhindern.

In den vergangenen Jahren ist das Thema Tierwohl in den Fokus von Gesellschaft und Marktakteuren gerückt und stellt die Haltungsform der ganzjährigen Anbindehaltung auf den Prüfstand. Diese Entwicklung birgt große Herausforderungen für den Milchstandort Bayern und besonders für die Milchvermarktung. Daher haben die milchwirtschaftlichen Organisationen und die Vertreter der Landwirtschaft in Bayern gemeinsam mit den im Beirat von milch.bayern vertretenen Organisationen eine konkrete, praxistaugliche und nachhaltige Beschreibung der Kombinationshaltung entwickelt.

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