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Tierwohl: So läuft das Auswahlverfahren

von , am
08.05.2015

<b>Bonn</b> - Es haben sich deutlich mehr Betriebe zur Initiative Tierwohl angemeldet, als teilnehmen können.

© Ute Bibow / pixelio.de
Am 4. Mai gab die Initiative Tierwohl das Ende der ersten Registrierungsphase für schweinehaltende Betriebe und die Zahlen zur Erstzulassung bekannt: Insgesamt hatten sich 4.653 Landwirte mit rund 25,5 Millionen Tieren registrieren lassen. Von allen registrierten Betrieben wurden zunächst rund 46% zur Auditierung zugelassen. Konkret teilen sich die zugelassenen Betriebe auf in 1.345 Schweinemastbetriebe mit 4.492.567 Tieren, 324 Ferkelaufzuchtbetriebe mit 2.822.322 Tieren und 473 Sauenhaltende Betriebe mit 4.715.625 Tieren.
 
Auswahlverfahren: Losverfahren und Warteliste
Die Initiative erklärt für alle zum Erstaudit zugelassenen Betriebe sowie für die Betriebe auf der Warteliste noch einmal das im Vorfeld festgelegte Verfahren im Detail:
  • Seit dem 28. April 2015 ist die erste Registrierungsphase der Initiative Tierwohl für schweinehaltende Landwirte abgeschlossen.
  • Es hatten sich mehr Tierhalter angemeldet, als Mittel zur Verfügung stehen.
  • Die angemeldeten Betriebe wurden in der Reihenfolge der von ihnen angegebenen Umsetzungstermine für die Kriterien zur Auditierung zugelassen. Es wird vorerst nur die Anzahl an Betrieben für die Auditierung zugelassen, für die zum jetzigen Zeitpunkt ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.
  • Wenn mehrere Betriebe gleichzeitig zu einem bestimmten Zeitpunkt die Maßnahmen umsetzen können, aber nicht mehr genug Geld für all diese Betriebe vorhanden ist, greift das Losverfahren: Allen Betrieben aus der ersten Registrierungsphase mit demselben Umsetzungszeitpunkt wurden mittels eines Zufallsgenerators Zufallszahlen zugewiesen.
  • Die Platzvergabe auf der Warteliste erfolgte anhand der Sortierung nach der Größe der Zufallszahlen. Es gab keine Quotierung oder sonstige Auswahlkriterien (z.B. Betriebsgröße, Regionalität).
  • Am 30. April 2015 wurden alle Bündler mit einer Übersicht mit den zugelassenen Betrieben und denen, die auf die Warteliste gekommen sind, versorgt. Betriebe auf der Warteliste haben die Möglichkeit nachzurücken, wenn weitere Mittel zur Auszahlung an die Betriebe zur Verfügung stehen. Dies geschieht zum Beispiel, wenn Betriebe das Audit nicht bestehen sollten und die für sie reservierten Mittel frei werden.
 
Informationen für Betriebe auf der Warteliste
  • Betriebe auf der Warteliste können bei ihrem Bündler erfragen, an welcher Stelle sie sich befinden.
  • Sie haben die Möglichkeit, sich ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten von der Initiative Tierwohl abzumelden, sind dann aber für zwei Jahre für die weitere Teilnahme an der Initiative gesperrt.
  • Wenn der Standort bei der ersten Anfrage abgelehnt wurde, bekommt der Betrieb die Gelegenheit zur Anpassung der Daten. Der Betrieb darf über den Bündler ab diesem Benachrichtigungszeitpunkt sowohl die Tieranzahl als auch die Checkpunkte anpassen. Die nächste Anfrage findet dann mit den aktualisierten Daten statt (täglicher Abgleich). Die Daten können so lange angepasst werden, bis die Auditerlaubnis erteilt wurde. Danach dürfen Tieranzahl und Checkpunkte nicht mehr geändert werden.
  • Betriebe, die auf der Warteliste stehen, können - sobald sie die Zulassung zur Auditierung erhalten - einmalig den Umsetzungszeitpunkt ändern, ohne dass sie wieder auf eine Warteliste kommen würden. Dieser Umsetzungstermin kann um bis zu fünf Monate (gerechnet ab der Bekanntgabe über die Zulassung zur Auditierung) nach hinten verschoben werden. (pd)
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