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Klimawandel

Trotz Klimadiskussion: Viehhaltung bleibt wichtig

Kuhstall
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Karola Meeder, Wochenblatt
am
22.01.2018

Die Tierhaltung wird immer öfter kritisiert, weil sie rund 15% des weltweiten Ausstoßes an Treibhausgasen liefert. Trotzdem wird die Viehhaltung auch künftig für die weltweite Nahrungsmittelsicherheit von Bedeutung bleiben, wie der Generaldirektor des Internationalen Instituts für Erforschung der Nahrungspolitik bei der Grünen Woche erklärte. Doch die Emissionen müssen runter.

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Die Landwirtschaft steht vor zahlreichen Herausforderungen, darunter die Klimaveränderung, eine rasch fortschreitende Urbanisierung beispielsweise in China, aber auch wachsende Bedenken über Lebensmittelsicherheit und Antibiotikaresistenzen. Für die globale Nahrungssicherheit wird die Viehhaltung auch in Zukunft eine wesentliche Rolle spielen, betonte Shenggen Fan, Generaldirektor des Internationalen Instituts für Erforschung der Nahrungspolitik (IFPRI). Im Rahmen des Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) bei der Grünen Woche in Berlin sagte Fan laut Dow Jones News, die Tierhaltung sei ein wesentliches Standbein für Klein- und Mikrofarmer. Auch für die Ernährung sei tierisches Eiweiß unverzichtbar. Dennoch hätten noch immer Millionen Menschen weltweit keinen Zugang zu tierischen Proteinen. Daneben liefere die Tierhaltung aber auch etwa 15% des weltweiten Ausstoßes an Treibhausgasen. Davon stammen 45% aus der Futterproduktion und 39% aus der Haltung von Wiederkäuern, wie Fan erläuterte. Hier sieht er Ansatzmöglichkeiten sowohl für Industrie als auch Entwicklungsländer, um die Emissionen aus der Tierhaltung zu verringern. Für die Industrieländer nannte der Experte das Güllemanagement als eines der wichtigsten Themen, daneben Herdenmanagement und Zuchtziele, um den Methanausstoß von Rindern zu reduzieren. Auch die Produktionsprozesse von Futtermitteln müssten unter die Lupe genommen werden, sagte Fan.

Mit Material von aiz
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