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Tierwohl

Tue Gutes und rede darüber

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Andrea Tölle, Wochenblatt
am
01.12.2016

München - Die Gesellschaft beobachtet mittlerweile akribisch wie Nutztiere gehalten werden. Dabei steht das Wohlergehen der Tiere in den meisten Betrieben ohnehin an erster Stelle – das ist normal und somit in den meisten Medien keine Meldung wert.

Einen Anreiz darüber zu berichten bietet die jährliche Verleihung des bayerischen Tierwohlpreises. Hier werden seit 2014 vom bayerischen Landwirtschaftsministerium Betriebe für eine Verbesserung der Haltungsbedingungen ihrer Nutztiere ausgezeichnet. Und ein paar Tage lang hörte man heuer im September von der Vergabe des Preises im Radio und las in den Tageszeitungen davon. Mittlerweile ist das Thema leider wieder eingeschlafen. Jetzt sorgen Horrormeldungen über Geflügelgrippe, die angeblich durch Massentierhaltung verursacht sein soll, und Tierquälerei durch Kastenstände in der Sauenhaltung für Schlagzeilen.

Das ist sehr schade, denn nicht nur den drei Preisträgern liegt das Wohlergehen ihrer Tiere am Herzen. Und sie bemühen sich nicht nur wegen des Preises um gute Haltungsbedingungen. Eigentlich sind es ganz alltägliche Dinge, wie eine durchdachte Offenstallhaltung für Pferde, eine Schlauchbelüftung für die Kälber und ein Aufzuchtstall für Junghennen.

Wichtig ist allerdings, dass die Gesellschaft diese für Sie, liebe Leser, selbstverständlichen Dinge, die Sie nicht der Rede wert halten, auch mitbekommt. Hier reicht die einmalige Vergabe des Tierwohlpreises nicht. Hier sind auch Sie gefragt. Zeigen Sie der Gesellschaft Ihre guten Leistungen – und das immer wieder. Auch der Verein „Unsere Bayerischen Bauern“ hat als Ziel, die Verbraucher ehrlich über die Landwirtschaft aufzuklären. Hier können Sie ebenfalls mithelfen.

Die Medien brauchen Anlässe für positive Berichte. Solche Anlässe gibt es wahrlich genug. Sprechen Sie darüber.

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