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Spezialisierung

Das tun, was man sehr gut kann

Muttersau
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Andrea Tölle, Wochenblatt
am
16.11.2017

Dass man durch Spezialisierung weiter kommt als wenn man alles alleine machen muss, wurde schon im 18. Jahrhundert in der Industrie umgesetzt.

Andrea Tölle

Warum also sollen sich Landwirte diese Vorteile nicht auch zunutze machen?

Ferkelerzeuger und Mäster der EZG Franken-Schwaben sind damit seit Jahren erfolgreich. Sie haben gesündere Tiere, bessere Leistungen und können ihre Arbeitszeiten besser planen. Das Gute, jeder kann sich in der Schweineproduktion aussuchen, was er gerne macht, von der Ferkelproduktion mit angeschlossener Mast bis zur ausgereiften Spezialisierung, wo z. B. nur noch abgeferkelt wird.

Für bayerische Betriebe bietet das eine Chance, denn damit kann man regionales Fleisch produzieren, das dann auch über QS und GQ honoriert wird. Und weil jeder auf seinem Gebiet Experte ist, liegt es nahe, dass die Leistungen über dem LKV-Durchschnitt liegen.

Wollen bayerische Landwirte im Wettbewerb mithalten, müssen sie sich den Herausforderungen stellen. Auch wenn es zum Teil harte Herausforderungen sind. Aber im Team geht so etwas immer besser als wenn man als Einzelkämpfer unterwegs ist. Wichtig ist, dass man offen und ehrlich mit seinen Kollegen umgeht und alle Wünsche, Bedenken, Erfahrungen und eventuellen Probleme anspricht. Hier können auch die Berater der EZG helfen.

Die arbeitsteilige Produktion bietet eine Möglichkeit, dass es weiterhin Fleisch von Tieren gibt, die in Bayern geboren und aufgezogen wurden. Das ist vielen Verbrauchern wichtig. Und darauf, dass man noch handelt, bevor es zu spät ist und es eventuell keine bayerischen Ferkel mehr gibt, muss man jetzt schon achten. Landwirte haben ja schon oft ihren Weitblick bewiesen – warum sollte es diesmal anders sein. Nutzen Sie die Chance!

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