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Seuchen

Vogelgrippe - 10.000 Puten in Geiselhöring gekeult

Landratsamt Straubing Bogen
am
10.02.2017

Geiselhöring - Zum ersten Mal hat es in Bayern einen größeren Hausgeflügelbestand getroffen. Im Landkreis Straubing-Bogen gab es diese Woche einen bestätigten Fall von Geflügelpest in einem Bestand mit rund 10.000 Puten.

Mastputen

Bei den verendeten Tieren aus dem Geflügelbestand konnte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in Greifswald am Mittwoch dieser Woche die hochpathogene Form des Geflügelpest-Virus H5N8 nachweisen.

Im Umkreis von drei Kilometern um das Anwesen des betroffenen Geflügelhalters hat das Landratsamt nun einen Sperrbezirk festgelegt. Der eingerichtete Sperrbezirk gilt ab sofort. Das Landratsamt hat hierzu eine Allgemeinverfügung erlassen. Im Landkreis Straubing-Bogen umfasst der Sperrbezirk 17 Ortsteile der Stadt Geiselhöring. Um das betroffene Gehöft wurde zusätzlich ein Beobachtungsgebiet im Radius von zehn Kilometern eingerichtet.

Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet erstrecken sich über die Landkreisgrenze hinaus auch auf das Gebiet des Landkreises Regensburg.

Die in Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet liegenden Geflügelhaltungen werden vom Veterinäramt untersucht. Nach Feststellung des Veterinäramtes sind im Sperrbezirk ca. 50 Geflügelhalter mit rund 100.000 gemeldeten Tieren betroffen. Das Sperrgebiet umfasst die Ortschaften Geiselhöring, Greißing, Haagmühl, Haindling, Haindlingberg, Helmprechting, Kolbach, Kraburg, Schelmenloh, Schieglmühle, Dettenkofen, Großaich, Hart, Hirschling, Lohmühle, Sallach und Weingarten.

Im Beobachtungsgebiet handelt es sich um ca. 300 Geflügelhaltungen mit rund 180.000 gemeldeten Tieren.

Im Sperrgebiet gelten u.a. Transportbeschränkungen für Geflügel, Geflügelprodukte oder Futtermittel. Auch sind besondere Regelungen für das Betreten von Geflügelstallungen zu beachten.

Nähere Informationen zu den betroffenen Ortsteilen sowie zu den im Sperrbezirk und im Beobachtungsgebiet geltenden Anordnungen sind der Allgemeinverfügung zu entnehmen. Diese wurde auf der Homepage des Landkreises Straubing-Bogen hinterlegt. Ebenso eine Karte mit dem eingezeichneten Sperrbezirk.

Um weitere Ausbrüche oder eine Verschleppung der Krankheit zu verhindern, wurden die Tiere gemäß der Geflügelpestverordnung umgehend gekeult. Dies erfolgt bereits am 09.02.2017. Dazu wurde die Staatsstraße St. 2111 von Geiselhöring in Richtung Regensburg ganztägig gesperrt.

Nicht nur aufgrund des aktuellen Falles weist das Landratsamt darauf hin, dass weiterhin die Stallpflicht und das Verbot von Ausstellungen, Märkten und Veranstaltungen ähnlicher Art von Geflügel und gehaltenen Vögeln anderer Arten gelten.

Das Landratsamt bittet die Bürgerinnen und Bürger auch, verendetes Wassergeflügel (Wildenten, Wildgänse, Schwäne usw.) sowie größere Wildvögel (Möwen, Reiher etc.) dem Veterinäramt, der jeweiligen Gemeinde oder der Polizei zu melden. Tote Tiere sollten nicht ohne Schutzhandschuhe berührt werden.

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