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Seuchen

Vogelgrippe in Nutztierbestand - jetzt auch Bayern betroffen

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
am
09.01.2017

Neustadt/Aisch-Bad Windsheim - Seit Freitag vergangener Woche (6.1.2017) besteht der Verdacht auf Geflügelpest in einem Hobbygeflügelbestand im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim.

Hahn

In einem kleinen Hobbygeflügelbestand mit knapp 20 Tieren im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim besteht der Verdacht auf einen Ausbruch der Geflügelpest. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat Aviäre Influenzaviren des Subtyps H5 labordiagnostisch nachgewiesen. Diesen Befund hat das Nationale Referenzlabor für Aviäre Influenza/Geflügelpest am Friedrich Loeffler-Institut (FLI) bereits bestätigt. Weitere Untersuchungen zur näheren Differenzierung, ob es sich um die hochpathogene Form (Geflügelpest) handelt, laufen derzeit am FLI. Das zuständige Veterinäramt in Neustadt/Aisch-Bad Windsheim hat umgehend die erforderlichen Maßnahmen laut Geflügelpestverordnung ergriffen. Der Bestand wurde gesperrt, eine Überwachungszone wurde eingerichtet. Die Tiere im Bestand wurden im Verlauf des Samstags gekeult. Das Landratsamt klärt, auf welchem Weg der Erreger in den Geflügelbestand gelangt ist und welche Kontaktbetriebe es gibt.

Bereits am 18. November 2016 hat das Bayerische Staatministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) eine allgemeine Stallpflicht für Haus- und Nutzgeflügel in Bayern angeordnet, veranlasst wurde zudem ein bayernweites Verbot für Ausstellungen und Märkte mit Geflügel. Für die Anordnung der Maßnahmen sind die Kreisverwaltungsbehörden zuständig. Mit diesen Maßnahmen und flankierend den vom Bund veranlassten Maßnahmen zur Biosicherheit in einzelnen Betrieben soll das Überspringen des Geflügelpesterregers von Wild- auf Nutztiere verhindert werden. Die allgemeine Stallpflicht in Bayern bleibt aufrecht erhalten. Die Behörden des Freistaats stehen in intensivem Kontakt mit dem Bund.

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