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Seuchen

Vogelgrippe - Virus weiterhin hoch aktiv

Reiherenten
pd
am
17.02.2017

Kiel - Bundesweit wurden seit Ausbruch der Tierseuche im November 2016 insgesamt 760 Fälle von Geflügelpest bei Wildvögeln und 69 Geflügelpest-Ausbrüche bei gehaltenen Vögeln (Geflügelhaltungen, Zoos und Tierparks) gemeldet. (Stand 15.2.2017)

Geflügelpestnachweise erfolgten in Deutschlandweit bislang bei 47 Wildvogelarten. Außerdem gibt es auch in zahlreichen Ländern Europas, Asiens und Afrika Ausbrüche der Geflügelpest in zahlreichen Hausgeflügelbeständen und in der Wildvogelpopulation. Mittlerweile sind 26 (vormals 23) europäische Staaten von H5N8-Ausbrüchen betroffen. Inzwischen liegen auch Meldungen aus Portugal (Graureiher an der Algarve), Mazedonien (Geflügel) und aus Belgien (Kleinhaltung) vor.

Angesichts dieser Lage gelten derzeit die Schutzmaßnahmen in Schleswig-Holstein fort. Um das Risiko einer Virus-Übertragung zwischen Wildvögeln und Hausgeflügel zu verringern, soll durch die landesweite Stallpflicht für Hausgeflügel der direkte oder indirekte Kontakt so weit wie möglich minimiert werden. Weiterhin sind zudem strenge Biosicherheitsmaßnahmen erforderlich, damit der Erreger nicht über weitere indirekte Eintragswege - etwa kontaminiertes Material (Schuhwerk, Fahrzeuge, Gegenstände, Personenkontakte) - Tiere infiziert. Außerdem gelten in den Restriktionsgebieten, die nach Geflügelpestnachweisen eingerichtet werden, Verbringungsverbote unter anderem für Geflügel und Geflügelprodukte. Damit soll das Risiko einer Verschleppung der Seuche über Tiertransporte minimiert werden. Die Lage wird laufend überprüft, um zu entscheiden, ob die Schutzmaßnahmen weiter erforderlich sind.

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