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Freiwilliger Milchlieferverzicht

Volumen in erster Runde weitgehend ausgeschöpft

aizUEuropäische Kommission
am
28.09.2016

Brüssel - Die Anträge der EU-Mitgliedstaaten für einen Ausgleich der Milchmengenreduktion, die bis 21. September 2016 (12 Uhr) eingebracht werden konnten, summieren sich auf 1,06 Mio. t.

Die vorgesehenen Mittel von 150 Mio. Euro ermöglichen Ausgleichzahlungen für 1,07 Mio. t, weshalb es für die restlichen 11.407 t bis 12. Oktober 2016 (12 Uhr) eine weitere Antragsmöglichkeit für die Verminderung der Menge von November bis Januar gibt. Aufgrund der nunmehr sehr geringen EU-weit zur Verfügung stehenden Menge ist hier mit einem Kürzungsfaktor zu rechnen. Die von den Landwirten in der ersten Runde beantragten Mengen können ohne Reduktionskoeffizienten vollständig bewilligt werden.

In Deutschland wurde mit 286.000 t Milch die größte Menge für das Programm beantragt, gefolgt von Frankreich mit 181.000 t, dem Vereinigten Königreich mit 112.000 t, den Niederlanden mit 80.000 t und Irland mit 74.000 t. Österreichs Mengenanteil an der EU-Milchreduktionsmaßnahme beträgt laut Agrarmarkt Austria 2,5%. Etwa 4.100 österreichische Landwirte planen im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2016 rund 26.500 t ihrer Anlieferungsmilch zu reduzieren.

Die EU-Kommission zahlt 14 Cent/kg Milch, die von Oktober bis Dezember 2016 unter der Ablieferung des Vorjahreszeitraums liegt. Mit den Prämien können die Milcherzeuger im Februar 2017 rechnen.

Wie die Europäische Kommission meldet, haben über 52.000 Milchbauern aus 27 EU-Staaten von der Unterstützung Gebrauch, davon 15.000 aus Frankreich und 10.000 aus Deutschland. Die durchschnittliche Mengenreduktion beträgt pro Antragsteller 20 Tonnen, das entspricht einer durchschnittlichen Reduktion um 16,5 Prozent. Dies sollte dazu führen, dass die Gesamtliefermenge in der EU im letzten Viertel 2016 um 2,9 Prozent sinkt. Die Landwirte haben nach Ablauf von drei Monaten 45 Tage Zeit (bis etwa Mitte Februar), um nachzuweisen, dass sie die Milchproduktion reduziert haben.

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