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Wolf - Folgekosten bleiben außen vor

Wolf
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
10.07.2019

Gefördert wird nur die Anschaffung von Schutzmaßnahmen. Die Folgekosten - etwa für den Aufbau und die Unterhaltung von Schutzzäunen - bleiben völlig unberücksichtigt.

Darauf wies der Rheinische Landwirtschaftsverband hin. Zwar können im Wolfsgebiet ebenso wie in der umliegenden Pufferzone Halter von Schafen, Ziegen und Gehegewild eine Förderung von Herdenschutzmaßnahmen beantragen. Gefördert wird aber nur die Anschaffung, die Folgekosten - etwa für den Aufbau und die Unterhaltung von Schutzzäunen - bleiben völlig unberücksichtigt.

Ähnliches gilt für die Entschädigung von Tierrissen. Der stark erhöhte Arbeitsaufwand durch eine in Panik versetzte Herde bleibt hier ebenso außen vor wie etwa die Pflege verwaister Jungtiere. Angezeigt ist aber auch eine deutliche Beschleunigung der DNA-Untersuchungen nach Tierrissen, damit Ergebnisse zur Feststellung des Verursachers nicht erst nach Wochen vorliegen, in denen die Tierhalter im Ungewissen bleiben.

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