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Waldschutz

Borkenkäfer - Kein Sommerloch in Sachen Wald

Borkenkäfer
Hans Ludwig Körner
am
28.06.2018

Früher ruhte die Waldarbeit im Sommer. Daran ist heute aus Waldschutzgründen nicht mehr zu denken.

Hans Ludwig Körner

Die Käfergefahr erfordert schnelles und konsequentes Handeln. Die Käfersituation in den bayerischen Wäldern ist regional angespannt; wir geraten aber nicht in Panik. Dies würde nur die Abnehmerseite stärken. Vielmehr gilt es, besonnen und mit der gebotenen Professionalität die Situation zu meistern. Auch wenn das Nerven kostet. Und natürlich Liquidität. Wohl dem, der zu Zeiten guter Holzpreise ein Polster angelegt hat. Von einem Frischholzeinschlag, noch dazu ohne Vertrag, ist derzeit dringend abzuraten. An dieser Stelle appellieren wir an unsere Partner aus der Sägeindustrie. Nur ein partnerschaftliches Miteinander in schweren Tagen sichert ein faires Miteinander in der Zukunft.

Zum Borkenkäfer und vielen anderen Themen stehen wir mit der neuen Forstministerin Michaela Kaniber in engem Austausch. So konnten wir ein Förderprogramm zur Verbringung von Käferholz aus dem Wald und zur Entrindung aus Forstschutzgründen mitgestalten (Seite 26). In Sachen Tonnage kommen wir aufgrund starker Unterstützung durch das Forstministerium mit kleinen Schritten voran. Sollte die Situation sich weiter verschärfen, werden wir an der Aufhebung des Kabotageverbotes arbeiten. Dies sind alles kleine Bausteine, die Ihnen helfen sollen und können, um die Aufarbeitung des Käferschadholzes zu bewältigen.

Trotz allem freuen wir uns auf die bevorstehende Interforst vom 18. – 22. Juli 2018 in München mit dem Jubiläum 100 Jahre Bayerischer Waldbesitzerverband und der Unterzeichnung des Waldpaktes. Seien Sie dabei und zeigen die Verbundenheit zu Ihrem Wald!

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