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Baumsterben

Eschen von asiatischem Pilz bedroht

Esche
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Ulrich Graf, Wochenblatt
am
17.07.2018

Die Gewöhnliche Esche zeige eine hohe Anfälligkeit gegenüber dem Schlauchpilz, der sich inzwischen in fast ganz Europa ausgebreitet hat.

Der Pilz überwintert an abgefallenen Blattspindeln der Esche und bildet dort kleine Fruchtkörper. Die Sporen werden über den Wind verbreitet. Über die Blätter kann der Pilz in die Triebe eindringen. In der Folge können Triebe und Äste absterben. Der Pilz kann zudem über die Wurzel den Stamm befallen und Stammfußnekrosen verursachen, was wiederum Schäden durch andere Pilze begünstigen kann wie die Stockfäule.

Das Entfernen der Blätter im Wald kommt nach Ansicht der Regierung im Kampf gegen den Pilz nicht infrage. Ein beschleunigter Aushieb von Eschen sei umstritten, weil damit die Chance vertan werde, dass sich die Bäume natürlich verjüngen und die Art langfristig erhalten bleibe. Auch eine Behandlung mit Fungiziden werde derzeit als nicht sinnvoll eingestuft.

Das Landwirtschaftsministerium hat einen Koordinierungskreis gebildet, der sich mit dem Problem befasst. Die Forstwirtschaft selbst kann die Verbreitung des Pilzes nicht aktiv unterbinden. Für ältere Bestände wird eine "hinhaltende" Bewirtschaftung empfohlen. Befallene Bäume sollten rechtzeitig genutzt werden. Von Eschenpflanzungen wird derzeit abgeraten.

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