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Waldbau

Klimawandel verursacht Waldsterben 2.0

Körner
Externer Autor
am
29.11.2018

Wir sind froh, mit Staatsministerin Michaela Kaniber die gute Zusammenarbeit für den Wald in Bayern fortsetzen zu können.

Das zweite wichtige Ministerium für den Wald ist das Umweltministerium. Mit Staatsminister Thorsten Glauber werden wir alsbald Kontakt aufnehmen.

Der Koalitionsvertrag hat nicht viele, aber wichtige Aussagen zum Wald getroffen. Er soll weiter zukunftsfähig werden. Deshalb hält die Staatsregierung am Waldpakt fest. Das ist eine gute Nachricht. Weiter will sie die Waldumbauoffensive ausbauen. Ziel sind rund 200.000 ha klimatolerante Wälder bis zum Jahr 2030. Das ist ambitioniert, aber reicht es?

„Waldsterben 2.0.“ – das könnte der neue Begriff für uns als „Stakeholder“ sein, um unsere Botschaften im politischen Raum zu transportieren. Wir Waldbesitzer sind verantwortungsbewusst und denken langfristig. In der Tagespolitik mit ihren kurzfristigen Aufgeregtheiten kommt unser Thema zu wenig zur Geltung. Was also tun? Mit dem Begriff „Waldsterben 2.0“ wecken wir die erforderliche Aufmerksamkeit - und die brauchen wir auch, denn es geht um die Existenz unserer Wälder.

Das erste Waldsterben wurde von der gesamten Gesellschaft aufmerksam verfolgt. Das „Waldsterben 2.0“ geschieht dagegen schleichend und findet somit nicht statt. Vorwürfe, die Altvorderen hätten die falschen Bäume gepflanzt, sind einfach nur albern. Wir Waldbesitzer fordern keine Existenzhilfen. Was wir aber verlangen, ist Aufmerksamkeit und eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung zum Erhalt des Waldes. Seit Jahrzehnten wirtschaften wir ordnungsgemäß und vorbildlich und haben kostenfrei Daseinsvorsorge erbracht. Dieses Dasein mit schönen, bunten, vielfältigen Wäldern ist massiv bedroht. Wir als Waldbesitzer haben das nicht zu verantworten. Es ist aber nun Aufgabe der gesamten Gesellschaft unsere vertraute Waldheimat zu erhalten.

Dies werden wir der neuen Staatsregierung vermitteln. Deshalb meine Bitte: Gehen Sie auf Ihre Abgeordneten, Regionalpolitiker, Nachbarn, Kollegen, Freunde und Familie zu und machen auf „Waldsterben 2.0“ aufmerksam. Nicht jammern, aber aufklären und Aufmerksamkeit einfordern! So bewegen wir gemeinsam etwas im Sinne des Waldes.

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