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Repräsentation

Neue Waldregentinnen gekürt

Waldkönigin-prinzessin-19
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Sandra Schwägerl, Wochenblatt
am
09.09.2019

Bayern hat zwei neue Waldhoheiten: Kerstin Seitz aus dem Landkreis Roth und Elisabeth Hegelberger aus Landshut.

Bayern hat zwei neue Waldhoheiten: Kerstin Seitz aus dem mittelfränkischen Landkreis Roth und Elisabeth Hegelberger aus dem niederbayerischen Landkreis Landshut vertreten für die kommenden zwei Jahre „den Wald Bayerns mit ihren Gesichtern und die Bayerischen Waldbesitzer mit ihrer Stimme“. Mit diesen Worten stellte sich die neue Königin Kerstin Seitz bei der feierlichen Inthronisierung im Schloss Pörnbach (Lks. Pfaffenhofen) vor. Die 26-jährige studiert derzeit Forst- und Holzwissenschaften an der Technischen Universität München, weil „sie selbst in die Natur will, um dort was zu bewegen“. Von Kindesbeinen an unterstütze sie ihre Familie bei der Waldarbeit. Überzeugt zeigte sie sich davon, dass Waldumbau nur mit Jagd funktioniere. Daher sei sie auch im Besitz eines Jagdscheines. Die neue Waldprinzessin Elisabeth Hegelberger ist 19 Jahre alt, hat im vergangenen Schuljahr ihr Abitur gemacht und wird sich künftig einem Studium widmen. Ihre Eltern bewirtschaften zwei land- und forstwirtschaftliche Betriebe, wobei Elisabeth tatkräftig mitwirke. Weiter taucht sie durch das Lesen von forstlicher Fachliteratur in die Welt der Waldbauern ein. In ihrer Zeit als Repräsentantin will sie den Wald in das öffentliche Bewusstsein rücken und für die Rechte der Waldbesitzer eintreten.

Hinter ihren Vorgängerinnen Johanna Gierl und Maria Sinning liegt eine „besonders intensive Amtszeit“, wie Josef Ziegler, Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes, im Hinblick auf die abgelaufene Hundertjahrfeier des Verbandes betonte. Er dankte ihnen für den Einsatz für die Waldbesitzer, ihr stets strahlendes Lächeln. „Ihr habt euch gut entwickelt“, zeigte er seinen Respekt für das Ehrenamt der beiden Damen, neben der privat und beruflich aufregenden Zeit. „Es fühlt sich nicht wie Abschied an“, sagte die scheidende Waldprinzessin Maria Sinning aus Schwaben. Sie gebe mit Krone und Zepter lediglich Insignien der Macht ab, ihr Engagement aber höre hier nicht auf. Die „Jubliläumskönigin“ Johanna Gierl blickte humorvoll auf einige Ereignisse in ihrer Amtszeit zurück: „Ihr werdet euren Spaß haben“, richtete sie das Wort an ihre „herzensguten und würdigen“ Nachfolgerinnen.

Ein kurzes Gastspiel bei dieser Inthronisierung hatte auch die Bayerische Forstministerin Michaela Kaniber. „Ihr schafft das locker“ machte sie den neuen Regentinnen Mut, wenngleich der Forst derzeit bewegte Zeiten durchlebe.
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